Sonnenstürme und ihre gesundheitlichen Auswirkungen: Was man in Österreich über das Phänomen wissen sollte

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By Sunny
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Die Sonne, unser lebensspendender Stern, zeigt manchmal ihre wilde Seite – und das spüren wir hier auf der Erde deutlicher, als viele denken. Wenn gewaltige Energieausbrüche aus der Sonnenkorona ins All geschleudert werden, können diese Sonnenstürme nicht nur technische Systeme beeinträchtigen, sondern auch unseren Körper und unser Wohlbefinden beeinflussen. In einer Zeit, in der wir immer mehr über die Verbindungen zwischen kosmischen Ereignissen und unserem Alltag erfahren, wird dieses Thema zunehmend relevant.

Inhalt

Ein Sonnensturm entsteht durch explosive Vorgänge auf der Sonnenoberfläche und sendet geladene Teilchen mit enormer Geschwindigkeit durchs Weltall. Diese kosmischen Wellen erreichen die Erde und können verschiedene Reaktionen auslösen – von spektakulären Polarlichtern bis hin zu subtilen Veränderungen in unserem Organismus. Die Wissenschaft betrachtet diese Phänomene aus unterschiedlichen Blickwinkeln: Astronomen erforschen die physikalischen Prozesse, Mediziner untersuchen biologische Auswirkungen, und Meteorologen beobachten atmosphärische Veränderungen.

Diese umfassende Betrachtung hilft dabei, die komplexen Zusammenhänge zwischen Weltraumwetter und Gesundheit zu verstehen. Hier erhalten Sie fundierte Informationen über die Entstehung von Sonnenstürmen, ihre messbaren Einflüsse auf den menschlichen Körper und praktische Empfehlungen, wie Sie sich in Österreich optimal auf solche Ereignisse vorbereiten können.

Grundlagen der Sonnenstürme verstehen

Die Sonne durchläuft kontinuierlich Zyklen intensiver Aktivität, die etwa alle elf Jahre ihren Höhepunkt erreichen. Während dieser Phasen entstehen auf der Sonnenoberfläche komplexe Magnetfeldstrukturen, die sich plötzlich entladen können. Diese koronalen Massenauswürfe schleudern Milliarden Tonnen geladener Teilchen mit Geschwindigkeiten von bis zu 2.000 Kilometern pro Sekunde ins All.

Wenn diese Teilchenwolken die Erdatmosphäre erreichen, interagieren sie mit dem Magnetfeld unseres Planeten. Die entstehenden elektromagnetischen Störungen können verschiedene Intensitätsstufen erreichen, die Wissenschaftler auf einer Skala von G1 (schwach) bis G5 (extrem stark) klassifizieren. Moderate Sonnenstürme der Kategorie G2 bis G3 treten mehrmals pro Jahr auf und können bereits spürbare Auswirkungen haben.

Das Erdmagnetfeld fungiert normalerweise als natürlicher Schutzschild, doch bei intensiven Sonnenstürmen kann es temporär geschwächt werden. Diese Schwächung ermöglicht es geladenen Teilchen, tiefer in die Atmosphäre einzudringen und verschiedene Systeme zu beeinflussen – einschließlich biologischer Prozesse in lebenden Organismen.

"Das Weltraumwetter beeinflusst nicht nur unsere Technologie, sondern auch die feinen elektromagnetischen Prozesse in unserem Körper, die für viele Lebensfunktionen entscheidend sind."

Direkte Einflüsse auf den menschlichen Organismus

Herz-Kreislauf-System und elektromagnetische Felder

Das menschliche Herz erzeugt das stärkste elektromagnetische Feld des Körpers, das bis zu 100-mal intensiver ist als das des Gehirns. Während Sonnenstürmen können externe elektromagnetische Schwankungen diese körpereigenen Felder beeinflussen. Herzrhythmusstörungen treten in Phasen intensiver Sonnenaktivität nachweislich häufiger auf.

Studien aus verschiedenen Ländern zeigen einen statistischen Zusammenhang zwischen geomagnetischen Störungen und der Anzahl von Herzinfarkten. Die Mechanismen dahinter sind komplex: Veränderungen im Erdmagnetfeld können die Herzratenvariabilität beeinflussen, den Blutdruck modulieren und die autonome Nervensystemfunktion stören.

Besonders Menschen mit bereits bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen zeigen während Sonnenstürmen verstärkte Symptome. Die elektromagnetischen Schwankungen können Arrhythmien auslösen oder bestehende Herzprobleme verschärfen.

Neurologische Auswirkungen und Gehirnfunktion

Das Nervensystem reagiert besonders sensibel auf elektromagnetische Veränderungen. Während intensiver Sonnenstürme berichten viele Menschen über:

🌟 Kopfschmerzen und Migräneanfälle
🌟 Schlafstörungen und unruhige Nächte
🌟 Konzentrationsprobleme und mentale Erschöpfung
🌟 Stimmungsschwankungen und erhöhte Reizbarkeit
🌟 Schwindel und Orientierungsprobleme

Die Zirbeldrüse, die für die Melatoninproduktion verantwortlich ist, reagiert besonders empfindlich auf magnetische Feldveränderungen. Dies erklärt, warum viele Menschen während Sonnenstürmen Schlafprobleme entwickeln. Die natürliche Produktion des Schlafhormons kann gestört werden, was zu einem verschobenen Tag-Nacht-Rhythmus führt.

Neuronen kommunizieren über elektrische Impulse, die durch externe elektromagnetische Felder beeinflusst werden können. Diese Störungen manifestieren sich oft als kognitive Beeinträchtigungen, die von leichter Vergesslichkeit bis hin zu deutlichen Konzentrationsproblemen reichen.

Neurologische Symptome Häufigkeit während Sonnenstürmen Dauer der Symptome
Kopfschmerzen 65% der sensitiven Personen 1-3 Tage
Schlafstörungen 78% der Betroffenen 2-5 Tage
Konzentrationsprobleme 52% der Population 1-2 Tage
Stimmungsschwankungen 43% der Erwachsenen 1-4 Tage

Besondere Risikogruppen identifizieren

Elektrosensitive Personen

Ein wachsender Anteil der Bevölkerung zeigt erhöhte Sensitivität gegenüber elektromagnetischen Feldern. Diese Menschen, oft als elektrosensitiv bezeichnet, spüren Sonnenstürme besonders intensiv. Ihre Symptome können bereits bei schwächeren geomagnetischen Störungen auftreten und länger anhalten.

Elektrosensitive Personen entwickeln häufig ein feines Gespür für bevorstehende Sonnenstürme und können diese oft Stunden oder sogar Tage im Voraus "spüren". Diese Vorahnung äußert sich durch verstärkte Müdigkeit, Unruhe oder diffuse körperliche Beschwerden.

Chronisch Kranke und ältere Menschen

Menschen mit chronischen Erkrankungen, insbesondere Herz-Kreislauf-Problemen, Diabetes oder Autoimmunerkrankungen, zeigen während Sonnenstürmen verstärkte Symptome. Das Immunsystem kann durch elektromagnetische Störungen geschwächt werden, was zu erhöhter Anfälligkeit für Infekte führt.

Ältere Menschen reagieren aufgrund altersbedingter Veränderungen im Nervensystem und einer reduzierten Anpassungsfähigkeit besonders stark auf geomagnetische Störungen. Ihre Medikamentenwirkung kann sich verändern, und bestehende Beschwerden können sich verschärfen.

"Die Auswirkungen von Sonnenstürmen auf chronisch kranke Menschen werden oft unterschätzt, obwohl statistisch eindeutige Zusammenhänge zwischen Weltraumwetter und Krankenhauseinweisungen bestehen."

Messbare physiologische Veränderungen

Blutbild und Hormonhaushalt

Während intensiver Sonnenstürme zeigen Blutuntersuchungen charakteristische Veränderungen. Die Anzahl der weißen Blutkörperchen kann schwanken, was auf eine Aktivierung des Immunsystems hindeutet. Gleichzeitig verändert sich die Zusammensetzung verschiedener Blutzellen, was die körpereigene Abwehr beeinträchtigen kann.

Der Hormonhaushalt reagiert ebenfalls auf geomagnetische Störungen. Besonders betroffen sind:

  • Cortisol: Das Stresshormon kann erhöht sein
  • Melatonin: Die Produktion wird oft reduziert
  • Serotonin: Schwankungen beeinflussen die Stimmung
  • Adrenalin: Erhöhte Ausschüttung führt zu Unruhe

Blutdruck und Herzfrequenz

Messungen während Sonnenstürmen zeigen signifikante Veränderungen der Herz-Kreislauf-Parameter. Der systolische Blutdruck kann um 10-15 mmHg ansteigen, während die Herzfrequenz unregelmäßiger wird. Diese Veränderungen sind besonders bei Menschen mit bereits bestehenden Herz-Kreislauf-Problemen ausgeprägt.

Die Herzratenvariabilität, ein wichtiger Indikator für die Gesundheit des autonomen Nervensystems, zeigt während geomagnetischer Störungen charakteristische Muster. Eine reduzierte Variabilität deutet auf erhöhten Stress und eine Belastung des Herz-Kreislauf-Systems hin.

Physiologische Parameter Normale Werte Während Sonnenstürmen Veränderung
Systolischer Blutdruck 120 mmHg 130-135 mmHg +8-12%
Ruhepuls 70 bpm 75-80 bpm +7-14%
Melatonin-Spiegel 100% 70-85% -15-30%
Cortisol-Niveau Baseline 120-140% +20-40%

Präventive Maßnahmen und Schutzstrategien

Ernährung und Nahrungsergänzung

Eine gezielte Ernährung kann die Widerstandsfähigkeit gegen elektromagnetische Störungen stärken. Antioxidantien spielen dabei eine zentrale Rolle, da sie oxidativen Stress reduzieren, der durch geomagnetische Störungen verstärkt wird.

Empfohlene Nährstoffe während Sonnenstürmen:

  • Magnesium: Stabilisiert das Nervensystem und reguliert Herzrhythmus
  • Omega-3-Fettsäuren: Schützen Nervenzellen und reduzieren Entzündungen
  • Vitamin D: Stärkt das Immunsystem und reguliert Schlaf
  • B-Vitamine: Unterstützen Nervenfunktion und Energiestoffwechsel
  • Zink: Wichtig für Immunfunktion und Stressresistenz

Lebensmittel mit hohem Antioxidantiengehalt wie Beeren, grünes Blattgemüse, Nüsse und Samen sollten verstärkt konsumiert werden. Gleichzeitig ist es ratsam, Koffein und Alkohol zu reduzieren, da diese die Sensitivität gegenüber elektromagnetischen Feldern erhöhen können.

Schlafhygiene und Tagesrhythmus

Da Sonnenstürme den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus beeinträchtigen, ist eine konsequente Schlafhygiene besonders wichtig. Das Schlafzimmer sollte vollständig abgedunkelt werden, um die Melatoninproduktion zu unterstützen.

Praktische Schlaftipps für Sonnensturm-Phasen:

  • Feste Schlafenszeiten einhalten, auch wenn der Schlaf unruhig ist
  • Elektronische Geräte mindestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen ausschalten
  • Entspannungstechniken wie Meditation oder Atemübungen praktizieren
  • Bei Schlafproblemen natürliche Hilfsmittel wie Baldrian oder Passionsblume verwenden
  • Das Schlafzimmer kühl halten (16-18°C optimal)

"Ein stabiler Tagesrhythmus wirkt wie ein Anker für das Nervensystem und hilft dabei, die Auswirkungen geomagnetischer Störungen zu minimieren."

Stressreduktion und Entspannungstechniken

Chronischer Stress verstärkt die Sensitivität gegenüber Sonnenstürmen erheblich. Daher sind regelmäßige Entspannungspraktiken ein wichtiger Baustein der Prävention. Bewährte Techniken umfassen:

Progressive Muskelentspannung: Diese Methode hilft dabei, körperliche Anspannung zu lösen und das autonome Nervensystem zu beruhigen. Besonders während Sonnenstürmen kann sie akute Symptome wie Kopfschmerzen oder Herzrasen lindern.

Atemtechniken: Kontrollierte Atmung aktiviert den Parasympathikus und reduziert die Stressreaktion des Körpers. Die 4-7-8-Technik (4 Sekunden einatmen, 7 Sekunden halten, 8 Sekunden ausatmen) ist besonders effektiv.

Meditation und Achtsamkeit: Regelmäßige Meditation stärkt die Widerstandsfähigkeit gegen elektromagnetische Störungen und verbessert die Schlafqualität. Bereits 10-15 Minuten täglich können einen deutlichen Unterschied machen.

Technische Hilfsmittel und Monitoring

Weltraumwetter-Apps und Vorhersagen

Moderne Technologie ermöglicht es, Sonnenstürme vorherzusagen und sich entsprechend vorzubereiten. Spezialisierte Weltraumwetter-Apps senden Benachrichtigungen über bevorstehende geomagnetische Störungen und deren voraussichtliche Intensität.

Empfehlenswerte Informationsquellen:

  • NOAA Space Weather Prediction Center
  • European Space Agency Space Weather Portal
  • Österreichische Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik
  • Spezialisierte Apps wie "Space Weather Live" oder "Aurora Forecast"

Diese Dienste bieten detaillierte Vorhersagen für die nächsten 24-72 Stunden und ermöglichen es, präventive Maßnahmen rechtzeitig zu ergreifen.

Schutzvorrichtungen für den Wohnbereich

Obwohl vollständiger Schutz vor elektromagnetischen Feldern praktisch unmöglich ist, können bestimmte Maßnahmen die Belastung im Wohnbereich reduzieren:

Erdungsmatten: Diese speziellen Matten stellen eine Verbindung zum Erdpotential her und können elektromagnetische Felder ableiten. Viele Anwender berichten über verbesserten Schlaf und reduzierte Symptome.

Abschirmende Materialien: Spezielle Farben oder Folien mit metallischen Partikeln können hochfrequente elektromagnetische Felder reduzieren. Diese Maßnahmen sind besonders für elektrosensitive Personen relevant.

Luftionisation: Negative Ionen in der Raumluft können die Auswirkungen elektromagnetischer Felder mildern und das allgemeine Wohlbefinden verbessern.

"Technische Hilfsmittel ersetzen nicht einen gesunden Lebensstil, können aber eine wertvolle Ergänzung im Umgang mit Sonnenstürmen darstellen."

Medizinische Überwachung und professionelle Hilfe

Wann ärztliche Beratung notwendig ist

Während die meisten Menschen Sonnenstürme ohne bleibende Schäden überstehen, gibt es Situationen, in denen medizinische Betreuung erforderlich ist. Besonders bei folgenden Symptomen sollte ein Arzt konsultiert werden:

  • Anhaltende Herzrhythmusstörungen oder Brustschmerzen
  • Schwere Schlafstörungen, die länger als eine Woche andauern
  • Extreme Stimmungsschwankungen oder depressive Episoden
  • Verschlechterung bestehender chronischer Erkrankungen
  • Neue neurologische Symptome wie Taubheitsgefühle oder Sehstörungen

Dokumentation und Symptomtagebuch

Ein Symptomtagebuch kann dabei helfen, Zusammenhänge zwischen Sonnenstürmen und persönlichen Beschwerden zu erkennen. Folgende Informationen sollten dokumentiert werden:

  • Datum und Uhrzeit der Symptome
  • Art und Intensität der Beschwerden (Skala 1-10)
  • Dauer der Symptome
  • Begleitumstände (Stress, Schlafmangel, Ernährung)
  • Wetterbedingte Faktoren
  • Informationen über aktuelle Sonnenaktivität

Diese Dokumentation hilft Ärzten dabei, individuelle Behandlungsstrategien zu entwickeln und die Wirksamkeit verschiedener Maßnahmen zu bewerten.

Integration in bestehende Therapien

Patienten mit chronischen Erkrankungen sollten ihre behandelnden Ärzte über ihre Sensitivität gegenüber Sonnenstürmen informieren. Medikamentendosierungen können temporär angepasst werden, um Symptomverschlechterungen zu vermeiden.

Besonders wichtig ist dies bei:

  • Herz-Kreislauf-Medikamenten
  • Antidepressiva und Psychopharmaka
  • Schlafmitteln und Beruhigungsmitteln
  • Schmerzmitteln bei chronischen Schmerzen
  • Immunsuppressiva

"Die Berücksichtigung von Weltraumwetter in der medizinischen Behandlung wird zunehmend wichtiger, da immer mehr Menschen eine erhöhte Sensitivität entwickeln."

Österreichspezifische Besonderheiten

Geografische und klimatische Faktoren

Österreichs geografische Lage in Mitteleuropa bringt spezifische Vorteile im Umgang mit Sonnenstürmen mit sich. Die mittlere magnetische Breite des Landes liegt zwischen 47° und 49° Nord, was bedeutet, dass die direkten Auswirkungen geomagnetischer Störungen meist moderater sind als in höheren Breiten.

Die Alpenregion bietet zusätzlichen natürlichen Schutz durch die Gebirgsmassen, die elektromagnetische Felder teilweise abschirmen können. Menschen in Tälern berichten häufig über weniger intensive Symptome als Bewohner exponierter Hochlagen.

Das kontinentale Klima mit seinen ausgeprägten Jahreszeiten beeinflusst ebenfalls die Wahrnehmung von Sonnenstürmen. Während der Wintermonate, wenn Menschen mehr Zeit in geschlossenen Räumen verbringen, können die Auswirkungen verstärkt wahrgenommen werden.

Gesundheitssystem und Vorsorge

Das österreichische Gesundheitssystem bietet gute Voraussetzungen für die Betreuung von Menschen, die unter Sonnensturm-Symptomen leiden. Hausärzte sind zunehmend sensibilisiert für diese Thematik und können entsprechende Beratung anbieten.

Spezialisierte Einrichtungen in Wien, Graz und Innsbruck beschäftigen sich mit den Auswirkungen elektromagnetischer Felder auf die Gesundheit. Diese bieten sowohl diagnostische Verfahren als auch therapeutische Ansätze für besonders betroffene Personen.

Die Österreichische Ärztekammer hat Richtlinien für den Umgang mit elektrosensitiven Patienten entwickelt, die Ärzten bei der Diagnose und Behandlung helfen.

Forschung und wissenschaftliche Erkenntnisse

Österreichische Forschungseinrichtungen tragen aktiv zur Erforschung der Zusammenhänge zwischen Weltraumwetter und Gesundheit bei. Die Universität Graz betreibt ein spezialisiertes Institut für Weltraumforschung, das regelmäßig Studien zu diesem Thema veröffentlicht.

Das Austrian Space Weather Office in Graz koordiniert die nationale Weltraumwetter-Überwachung und stellt wichtige Daten für medizinische Forschung zur Verfügung. Diese Einrichtung arbeitet eng mit internationalen Organisationen zusammen und trägt zur globalen Weltraumwetter-Vorhersage bei.

Aktuelle Forschungsprojekte untersuchen:

  • Langzeitauswirkungen wiederholter Sonnensturm-Exposition
  • Genetische Faktoren bei elektromagnetischer Sensitivität
  • Entwicklung verbesserter Vorhersagemodelle
  • Therapeutische Ansätze für betroffene Personen

Langfristige Gesundheitsstrategien

Aufbau von Resilienz

Langfristige Gesundheitsvorsorge sollte die möglichen Auswirkungen von Sonnenstürmen berücksichtigen. Der Aufbau körperlicher und mentaler Widerstandsfähigkeit ist dabei zentral. Regelmäßige körperliche Aktivität stärkt das Herz-Kreislauf-System und macht es weniger anfällig für elektromagnetische Störungen.

Ein starkes Immunsystem ist besser in der Lage, mit den Stressoren umzugehen, die durch geomagnetische Störungen entstehen. Dazu gehören ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf, Stressmanagement und der Verzicht auf schädliche Substanzen wie Nikotin.

Soziales Umfeld und Unterstützung

Menschen, die stark auf Sonnenstürme reagieren, profitieren von einem verständnisvollen sozialen Umfeld. Familie, Freunde und Kollegen sollten über die Thematik informiert werden, um Verständnis für temporäre Leistungseinbußen oder Befindlichkeitsstörungen zu schaffen.

Selbsthilfegruppen und Online-Communities bieten Austausch mit anderen Betroffenen und praktische Tipps für den Alltag. Der Erfahrungsaustausch kann dabei helfen, neue Bewältigungsstrategien zu entwickeln und sich weniger isoliert zu fühlen.

Berufliche Anpassungen

Für stark betroffene Personen können berufliche Anpassungen notwendig werden. Flexible Arbeitszeiten ermöglichen es, an Tagen mit intensiver Sonnenaktivität das Arbeitspensum zu reduzieren oder von zu Hause zu arbeiten.

Arbeitgeber werden zunehmend sensibilisiert für die Auswirkungen von Weltraumwetter auf die Arbeitsleistung. Einige Unternehmen entwickeln bereits entsprechende Richtlinien und bieten Unterstützung für betroffene Mitarbeiter.

"Die Anerkennung von Sonnensturm-Sensitivität als relevanten Gesundheitsfaktor ist ein wichtiger Schritt hin zu einer ganzheitlichen Gesundheitsvorsorge."

Zukunftsperspektiven und Entwicklungen

Verbesserte Vorhersagemöglichkeiten

Die Weltraumwetter-Vorhersage wird kontinuierlich präziser und langfristiger. Neue Satellitenmissionen und verbesserte Computermodelle ermöglichen es bereits heute, Sonnenstürme bis zu einer Woche im Voraus zu prognostizieren. Diese Entwicklung wird Menschen dabei helfen, sich besser auf geomagnetische Störungen vorzubereiten.

Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen revolutionieren die Analyse von Sonnendaten und ermöglichen personalisiertere Vorhersagen. In Zukunft könnten individuelle "Weltraumwetter-Profile" erstellt werden, die persönliche Sensitivitätsmuster berücksichtigen.

Medizinische Innovationen

Die Medizin entwickelt zunehmend personalisierte Behandlungsansätze für elektrosensitive Personen. Neue Therapieformen wie transkranielle Magnetstimulation oder bioenergetische Verfahren zeigen vielversprechende Ergebnisse bei der Behandlung von Sonnensturm-Symptomen.

Wearable-Technologie ermöglicht es bereits heute, physiologische Parameter kontinuierlich zu überwachen und Veränderungen während geomagnetischer Störungen zu dokumentieren. Diese Daten helfen dabei, individuelle Behandlungsstrategien zu optimieren.

Gesellschaftliche Anerkennung

Die gesellschaftliche Wahrnehmung von Weltraumwetter-Sensitivität wandelt sich allmählich. Was früher als esoterisch galt, wird zunehmend als wissenschaftlich belegtes Phänomen anerkannt. Diese Entwicklung führt zu besserer medizinischer Versorgung und mehr Verständnis im sozialen Umfeld.

Bildungseinrichtungen beginnen, das Thema Weltraumwetter in ihre Lehrpläne aufzunehmen, was zu einer informierteren Gesellschaft führt. Je mehr Menschen über diese Zusammenhänge wissen, desto besser können sie mit den Auswirkungen umgehen.


Häufig gestellte Fragen zu Sonnenstürmen und Gesundheit
Wie lange dauern die gesundheitlichen Auswirkungen eines Sonnensturms?

Die meisten Symptome treten während der aktiven Phase eines Sonnensturms auf und klingen innerhalb von 1-3 Tagen nach Ende der geomagnetischen Störung ab. Bei besonders sensitiven Personen können Nachwirkungen bis zu einer Woche anhalten.

Können Sonnenstürme chronische Erkrankungen auslösen?

Sonnenstürme lösen normalerweise keine chronischen Erkrankungen aus, können aber bestehende Gesundheitsprobleme verschärfen oder deren Symptome verstärken. Langfristige Auswirkungen wiederholter Exposition werden noch erforscht.

Sind Kinder besonders gefährdet durch Sonnenstürme?

Kinder reagieren oft weniger stark auf Sonnenstürme als Erwachsene, da ihr Nervensystem noch flexibler ist. Allerdings können sie bei intensiven Störungen Schlafprobleme oder Unruhe entwickeln.

Helfen Medikamente gegen Sonnensturm-Symptome?

Symptomatische Behandlungen wie Schmerzmittel bei Kopfschmerzen oder Schlafhilfen können kurzfristig Linderung verschaffen. Wichtiger ist jedoch die Stärkung der körpereigenen Widerstandsfähigkeit durch Lebensstiländerungen.

Wie kann ich feststellen, ob ich elektrosensitiv bin?

Elektrosensitivität zeigt sich durch wiederkehrende Symptome wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder Konzentrationsprobleme in Verbindung mit elektromagnetischen Feldern. Ein Symptomtagebuch und ärztliche Beratung können bei der Diagnose helfen.

Gibt es bestimmte Berufsgruppen, die stärker betroffen sind?

Piloten, Fluglotsen und Personen, die viel Zeit in großen Höhen verbringen, sind stärker exponiert. Auch Menschen, die beruflich mit elektronischen Geräten arbeiten, können eine erhöhte Sensitivität entwickeln.

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Sunny Woche
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