Unkraut – Ein lästiger Begleiter

Wer einen Garten hat, kommt nicht umhin, sich mit Unkraut auseinanderzusetzen. Im alltäglichen Sprachgebrauch ist der Hauptgrund dafür, eine Pflanze Unkraut zu nennen, die Tatsache, dass sie einfach unerwünscht ist. Wir haben die besten Tipps und Tricks für Sie vorbereitet!

Die besten Tipps und Tricks gegen Unkraut

Für den Gartenbesitzer bedeutet das Unkraut, dass es einen wirtschaftlichen oder ästhetischen Schaden verursacht. Meist sind Unkräuter jedoch einfach Wild- oder spontan wachsende Kulturpflanzen. Eine einheitliche Definition gibt es nicht. Dafür aber viele Listen mit häufig vorkommenden Wildkräutern. Auch Moose, Farne und Gräser zählen manchmal zu den Unkräutern.

Unkraut macht sich in der kleinsten Ritze breit und damit auch anderen Pflanzen den Platz streitig. Chemische Unkrautvernichter sind nicht nur hochgiftig und schädlich für die Umwelt, sondern auch eine Gefahr für die angebauten Nutzpflanzen. Daher sollte zu Unkrautvernichtungs-Maßnahmen gegriffen werden, die nicht chemisch sind. Grundsätzlich gibt es zwei Sorten von Unkräutern: die Samenunkräuter und die Wurzelunkräuter.

Samenunkraut blüht in der Regel im Sommer und bildet dabei unzählige Samen aus, die durch den Wind und die Tiere verbreitet werden. Wurzelunkräuter dagegen vermehren sich hauptsächlich über unterirdische Wurzelausläufer, bilden aber auch Samen, die zu ihrer Verbreitung zusätzlich beitragen. Samenunkräuter sollten grundsätzlich einfach mit der Hand ausgerupft werden, Wurzelunkräuter müssen ausgegraben werden und dies am besten vollständig.

(c) shutterstock.comFür das Wurzelunkraut Löwenzahn gibt es sogar im Handel sogenannte Löwenzahnstecher, die dafür sorgen, dass auch wirklich nichts von der Wurzel übrig bleibt. Schließlich bildet sich sonst schnell aus den übriggelassenen Wurzelresten eine neue Pflanze.

Rindenmulch, Holzspäne und Unkrautvliese können die generelle Ausbreitung von Unkraut im Garten vorbeugend eindämmen. Gerade das Vlies sorgt dafür, dass Unkraut gar nicht erst entsteht und die übrigen Pflanzen genug Wasser, Nährstoffe und Sauerstoff erhalten. Unkraut kann außerdem sehr effektiv mit Salzen vernichtet werden. Dazu sollte in einem Liter Wasser so viel Salz aufgelöst werden, dass dieses sich nicht mehr auflöst. Dieser dickliche Saft wird dann erhitzt und über das Unkraut gegossen. Die Salze entziehen der Unkrautpopulation die Flüssigkeit und der Wildwuchs geht ein.

Thermische und mechanische Verfahren

Gerade für größere Gärten empfehlen sich professionelle Methoden der Unkraut-Bekämpfung.

Die thermische Unkraut-Bekämpfung setzt auf Geräte, die die Blätter der Pflanze so erhitzen, dass sie absterben oder verbrennen. Somit können sogar in der Hauptwachstumsphase Unkräuter bis zu acht Wochen ausgerottet werden.

Zu den beliebtesten thermischen Verfahren gehören:

  • die Bekämpfung des Unkrauts mit heißem Wasserdampf oder Heißwasser
  • das Infrarot/Heißluftverfahrendas
  • Abflammverfahren

Heißes Wasser, das auf rund 100 Grad Celsius erhitzt wird, findet im Heißwasserverfahren eine Anwendung, indem es auf die Unkräuter gesprüht wird und dafür sorgt, dass die Pflanzeneiweiße gerinnen und die behandelte Pflanze anfängt zu welken. Bei dem Heißluft-Verfahren wird heiße Luft in hoher Geschwindigkeit auf die Wildkräuter geblasen. Die Temperatur liegt bei 400 Grad Celsius, was die Pflanzen schnell absterben lässt. Abflammgeräte arbeiten mit einer offenen Gasflamme und bringen die Pflanzeneiweiße ebenfalls zum Gerinnen. Die Zellwände werden gesprengt und die Pflanze vertrocknet.

In der mechanischen Unkrautvernichtung kommen Wildkrautbürsten oder zinkbewehrte Walzen zum Einsatz. Wildkrautbürsten eignen sich besonders für gepflasterte Flächen. Die oberirdischen Teile des Unkrauts werden abgeschnitten und die Wurzel ausgerissen. Zinkbewehrte Walzen gibt es in verschiedenen Bauweisen. Sie können bei besonders dichtem und starkem Unkrautbewuchs hilfreich sein. Seitlich versetzt angeordnete vibrierende Zinkreihen und ein höhenverstellbares Unterschneidemesser entziehen dem Boden das Unkraut.

Die Welt der Unkräuter

(c) shutterstock.com

Unkräuter sind ein Ärgernis und destruktiv für den Nutzgarten. Auch wenn manche einer einen Wüstengarten bevorzugt. Nützliche Tipps, den eigenen Garten wirksam ohne Chemie vor ihnen zu schützen und Informationen zu den Verbreitungsformen der Unkräuter, zeigt das Portal Immowelt auf. Zu den am häufigsten vorkommenden Unkräutern zählen im Übrigen:

  • Löwenzahn
  • Gemeine Quecke
  • Giersch
  • Ambrosia
  • Brennnessel

Löwenzahn, beispielsweise, eignet sich dazu, einen Salat zu machen, doch es sollten nur die nicht bitteren, jungen Blätter verwendet werden. Die Gemeine Quecke ist ein Gras, welches sich rasend schnell vermehrt und ein dichtes Wurzelwerk ausbildet, das sich unterirdisch bis zu einem Meter ausbreiten kann, Die Gemeine Quecke muss deshalb gründlich ausgegraben werden. Giersch sieht schön aus, macht sich aber sehr breit. Wo er ist, wächst nichts mehr. Im Frühjahr geerntet ist er schmackhaft, schmeckt nach (c) shutterstock.comPetersilie und ist reich an Vitamin C. Ambrosia ist eine Pflanze, die aus Nordamerika eingeschleppt wurde. Sie ist hoch allergen und kann auch Hautreizungen bei empfindlichen Personen auslösen. Deswegen sollte sie nur mit langer Kleidung und Handschuhen ausgegraben werden. Brennnessel ergibt einen schmackhaften Salat, der reich an Eisen und Vitamin C ist.

Biologische Unkrautvernichter aus dem Handel

Im Handel finden sich viele biologische Mittel, die zur Unkrautvernichtung ohne Chemie angeboten werden. Dabei hat der Nutzer die Wahl zwischen fertig an gemischten Lösungen, die aufgesprüht werden oder solchen, die selbst gemischt werden. Fertige Anwendungen sind kostenintensiver. Vor allem sollte darauf geachtet werden, dass die Herstelleranweisungen genau befolgt werden, damit Schäden für Kinder, Haustiere und die Umwelt gar nicht erst entstehen können. Die sind nämlich auch mit biologischen Unkrautvernichtungsmitteln möglich. Die häufigsten Wirkstoffe sind Pelargonsäure und Maleinsäurehydrazid, die bereits nach einigen Stunden wirken und biologisch abgebaut werden. Auch die vom Aussterben bedrohten Bienen werden dadurch nicht gefährdet. Maleinsäurehydrazid wirkt, indem es in die Leitungsbahnen der Pflanzen eindringt, bis in die Wurzeln, wo schließlich die Zellteilung unterbunden wird. Trieb und Wurzelwachstun sind für einige Wochen gestoppt. Pelargonsäure ist eine gesättigte Fett- und Carbonsäure, die in Rosenöl und der menschlichen Haut vorkommt. Mehr zu den Wirkstoffen, erfahren Gartenbesitzer hier.

Garten, Tipps und Tricks, Gartenarbeit, Herbst, Winter, Unkraut

Kommentare (0) Comment

    Bislang noch keine Kommentare. Seien Sie die Erste!

Neueste Rezepte More