Wohncoach Renate Längauer

Wohncoaching – Wohne dich glücklich!

Je mehr Stress, umso wichtiger wird ein Rückzugsort. Ein Zuhause zum Wohlfühlen zu kreieren, ist aber nicht ganz so einfach, wie man glauben möchte. Wohncoach Renate Längauer verrät, worauf es ankommt.

Coachs gibt es mittlerweile für alles Mögliche: Für die Karriere, das richtige Styling, das passende Fitnessprogramm oder den Umgang mit Krisen. Ein Bereich der lange für nicht Coach-bedürftig erachtet wurde, ist das Wohnen. Renate Längauer war der Zeit in dieser Hinsicht voraus. Schon vor 12 Jahren hat  sie das Wohncoaching entwickelt. Mittlerweile hat sie die Zukunft eingeholt und immer mehr Menschen wenden sich an sie. „Mein Klientel ist bunt gemischt: Vom pensionierten Bänker bis zum frischverheirateten Ehepaar ist alles dabei“, erklärt Längauer.

Multi-Talent

Renate Längauer ist ein echtes Allround Talent. Sie war nicht nur die erste Linienpilotin Europas, daneben ist sie auch noch gelernte Hotelfachfrau und Marketing Consulterin. Die Begeisterung für das Thema Wohnen hat sie bereits von klein auf: „Schon als Kind konnte ich Dinge sehr gut visualisieren. Wenn ich in einem Raum war, konnte ich mir ganz genau vorstellen, wie er mit anderen Möbeln oder einer anderen Einteilung aussehen würde. Ich dachte, diese Gabe hat jeder.“ Weil dem aber nicht so ist, hat Renate Längauer eine systematische Coaching-Ausbildung absolviert und das Konzept Wohncoaching entwickelt.

Was ist Wohncoaching?

Anders als im Möbelhaus geht es beim Wohncoaching nicht darum, neuerstandene Möbel mittels Zeichenstift und Karopapier in den vorhandenen Raum einzupassen. Längauer verkauft keine Möbel, sie stellt die Erfassung des Ist-Zustandes, die Wohnbedürfnisse und Ziel-Vorstellungen der Bewohner in den Vordergrund. „Es geht darum, dass die Persönlichkeit den Raum prägt und nicht umgekehrt“, erklärt Renate Längauer. „Das Zuhause soll den Menschen Kraft geben, sie zum Strahlen bringen“, sagt die Wohnexpertin. In einem ersten Gespräch direkt vor Ort lernt Längauer die Kunden kennen, sammelt Informationen über die persönlichen Lebensbedürfnisse und Tagesabläufe. „Wir reden ganz einfach über das Leben“, sagt Längauer. Erst dann können gemeinsam mit den Kunden Lösungen erarbeitet werden, bei deren Umsetzung Längauer dann auch tatkräftig zur Seite steht. „Ich bin auch schon in Gummistiefeln auf einer Baustelle gestanden und habe mit dem Installateur gestritten“, erzählt sie.

Wissen, was man will

Wichtig ist, dass den Leuten klar wird,  was sie brauchen und wollen. Das ist nicht immer leicht. „Die meisten Menschen sind auch beim Wohnen Gewohnheitstiere und fürchten sich vor Veränderungen“, weiß Renate Längauer. Gerade in Österreich werde Wohnen oft viel zu unachtsam behandelt. „Hauptsache es ist ordentlich, das ist für viele Menschen das wichtigste. Dabei ist Ordnung ein dehnbarer Begriff. Vielen fehlt der Mut, in den vier Wänden Persönlichkeit zu zeigen.“  In vielen heimischen Wohnzimmern ist eine Art Altstoff-Sammlung zu finden, eine Mischung aus Geerbtem und über lange Jahre Zusammengetragenem.

Mut zur Veränderung

Dabei sind Veränderungen in den eigenen vier Wänden sehr wichtig: „Der Mensch verändert sich über die Jahre ja auch innerlich, das Umfeld sollte dabei mitziehen“, sagt Längauer. Sie selbst weiß, wovon sie spricht: Nach langen Jahren im Ausland und insgesamt 48 Umzügen hat sie gelernt, Veränderungen zuzulassen und als etwas Positives zu sehen. Diese Erfahrung gibt sie jetzt mit ihrem Wohncoaching weiter. Dabei lautet ihr Motto: „Wohne dich glücklich“. Wie das geht? „Ganz einfach“, sagt Renate Längauer, „man muss seiner Persönlichkeit gerecht werden, Dinge loslassen, auf seinen Bauch hören und nicht dem Konsumrausch verfallen.“

Tipps von Wohncoach Renate Längauer

  • Entrümpeln befreit. In den meisten Wohnungen und Häusern gibt es zu viele Stauräume. So werden viele unnötige Sachen aufbewahrt. Weniger ist in diesem Zusammenhang auf jeden Fall mehr.
  • Stoffe gekonnt einsetzen. Stoffe können laut Renate Längauer wahre Zaubermittel sein. Mit ihnen kann man Akzente setzen und das Beste ist: Sie sind einfach auszutauschen.
  • Mut zur Individualität. In Sachen Wohnen gibt es keine allgemeingültigen Regeln, die Menschen müssen lernen Individualität zuzulassen und sich nicht allzu sehr an die aktuellen „in&out“ oder „Do’s and Don’ts“-Listen zu halten.
  • Wohlfühlen muss nicht teuer sein. Gutes Wohnen ist keine Frage des Budgets. Auf Kreativität und Persönlichkeit kommt es an.
  • Auf den Bauch hören. Oft sind es kleine Dinge, die dem Wohnraum eine völlig neue Atmosphäre geben. War die Beziehung zu den Großeltern besonders prägend? Warum nicht den alten Ohrensessel, in dem Opa täglich seine Zeitung gelesen hat mit neuem, schickem Stoff überziehen und ihn zum Schmuckstück im eigenen Wohnzimmer machen.

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