Richtige Distanz zwischen Augen und Bildschirm

Schonen Sie Ihre Augen!

Viele von uns sitzen täglich mehrere Stunden vor dem Computer – beruflich oder privat. Wie Sie Ihre Augen dabei am besten schonen können. Tipps, Übungen und mehr.

Kaum ein Arbeitsplatz kommt heute noch ohne Computer aus. Die Anzahl der Bildschirmarbeitsplätze hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Auch in der Freizeit verbringen wir viel Zeit vor Bildschirmen – Fernsehgeräten, Laptops, Handys. Dieser Umstand ist eine wahre Herausforderung für unser Sehsystem. Laut Verband der Orthoptistinnen und Orthoptisten Österreichs blicken wir pro Tag am PC durchschnittlich bis zu 30.000 Mal zwischen Bildschirm und Tastatur hin und her. Symptome wie Augenschmerzen, verschwommenes Sehen, Ermüdung oder Doppelbilder sind nicht nur lästig, sie können auch zu einer geringeren Leistungsfähigkeit führen.

Auch Erich Pospischil, ärztlicher Leiter des Arbeits- und sozialmedizinisches Zentrums (AMZ) kennt diese Probleme. „Übungen und regelmäßige Pausen beugen vielen Beschwerden vor“, sagt er. Das Gesetz schreibt dem Arbeitgeber vor, dass unter den Mitarbeiterinnen eine Bildschirmpause von zehn Minuten pro Stunde eingehalten werden muss. Das bedeutet übrigens nicht, dass man sich in der Zeit eine Zigarette anzünden und Pause machen kann. Arbeiten wie Postablage, Akten ordnen etc. sind vorgesehen. Was Sie während der Arbeit noch für Ihre Augen tun können:

Der Bildschirm

  • Die Distanz zwischen Augen und Bildschirm sollte zwischen 50-60 cm betragen.
  • Die Höhe des Bildschirms sollte so eingestellt sein, dass man über die Oberkante schauen kann. Schaut man auf das Geschriebene sollte der Blick leicht nach unten gehen (etwa im Winkel von 5 Grad).
  • Die Monitorgröße für Textverarbeitung sollte mindestens 17 Zoll betragen.
  • Die Schriftgröße sollte nicht kleiner sein als 3-4 mm.
  • Helligkeit und Kontrast zwischen Zeichen und Hintergrund sollte einfach und individuell einstellbar sein.

Trockene Augen sind bei Bildschirmarbeit eine weit verbreitete Begleiterscheinung. Regelmäßiges Lüften beugt hier vor. Tränenersatzflüssigkeit kann übrigens auch kurzweilig helfen. Eines gilt es dabei zu beachten. „Die Flüssigkeit sollte innerhalb von 14 Tagen aufgebraucht werden, da sich sonst Bakterien bilden“, sagt Pospischil. Brillen- oder Kontaktlinsenträger müssten auf nichts Spezielles achten, so der Experte für Arbeits- und Sozialmedizin. Regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt seien aber einzuhalten.

Tipps und Übungen

  • Pausen: Stehen Sie vom Arbeitsplatz auf und machen Sie Bewegung, wenn möglich an der frischen Luft oder beim offenen Fenster.
  • Gähnen: Das treibt Tränenflüssigkeit in die Augen, zudem atmen Sie tief durch.
  • Nah-Fern-Sehen: Die beiden Zeigefinger in unterschiedlichen Entfernungen vor sich halten. Als drittes einen weiteren Punkt in der Ferne auswählen. Im Wechsel die drei Punkte mehrfach fixieren.
  • „Palmieren“: Reiben Sie Ihre Handinnenflächen fest aneinander, bis sie ganz warm sind. Dann die geschlossenen Augen mit den Handflächen bedecken. Durch die Wärme und die Finsternis entspannen sich die Muskeln im Auge.
  • Massage: Beide Daumenkuppen an die Schläfen legen. Mit den Zeigefingern den Knochenrand der Augenhöhlen mit sanftem Druck massieren. Beginnen Sie an der Nasenwurzel am oberen Rand der Augenhöhle. An schmerzenden Stellen etwas länger verweilen. Abschließend mit den Gelenkkuppen der abgewinkelten Zeigefinger diese Partie ausstreichen.

Narrenkastl: Schauen Sie geradeaus in die Ferne und halten Sie die Zeigefinger in einem Abstand von 30 cm vor Ihre Augen. Bewegen Sie die Finger langsam zueinander und auseinander. Der Blick bleibt in der Ferne, sodass Sie die Finger unscharf wahrnehmen.

Kommentare (0) Comment

    Bislang noch keine Kommentare. Seien Sie die Erste!

Neueste Rezepte More