Was tun bei LRS

Sanja Adamovic

Ist mein Kind ein Legastheniker?

Als Legasthenie bezeichnet man die Problematik, wenn es bei offensichtlich intelligenten Kindern zu einer Diskrepanz zwischen ihren allgemeinen Leistungen und den Leistungen, die sie im Schreib- und Lesebereich erbringen, kommt.

Häufig wird Legasthenie als Lese- und Rechtschreibschwäche (LRS) bezeichnet. Hier gibt es aber wesentliche Unterschiede: Legasthenie ist genetisch bedingt und damit vererbbar. Die Schwäche ist nicht heilbar - die Aufmerksamkeit beim Lesen und Schreiben kann aber durch richtiges und regelmäßiges Training verbessert werden.

Was ist Legasthenie bei Kindern?

Eine Lese- und Rechtschreibschwäche ist ein vorübergehend erworbenes Problem, welches durch besondere Umstände wie Krankheit, Scheidung, Tod oder Mobbing im Leben eines Kindes hervorgerufen werden kann.

Legasthene Kinder werden von den Laien fälschlicherweise oft als hyperaktiv bezeichnet. Dies sind jedoch zwei Paar Schuhe. Hyperaktivität zeigt sich oft schon im Baby oder Kleinkindalter. Legasthene Kinder hingegen sind "nur" teilweise unaufmerksam und zwar, wenn sie mit Buchstaben zu tun haben. Im Gegensatz zu einem hyperaktiven Kind kann sich ein Legastheniker stundenlang mit etwas beschäftigen, was ihm Spaß macht.

Legasthenie-Symptome

Was ist Legasthenie bei Kindern? Anbei sind einige Anzeichen, die auf eine Legasthenie bei Ihrem Kind deuten können:

1. Das Kind krabbelt nicht oder nur sehr kurz

2. Es stolpert oft

3. Das Kind hat Schwierigkeiten sich Farben, Richtungsanweisungen, Lieder oder Gedichte zu merken

4. Lesen und Schreiben zu lernen ist sehr schwierig

5. Buchstaben werden permanent vertauscht

6. Rechts und links wird verwechselt

7. Schwierigkeiten beim Auswendiglernen

8. Das Kind ist unaufmerksam, wenn es mit Buchstaben beschäftigt ist

Übungen für Legastheniker

Da Legasthenie mit unterschiedlichen Sinneswahrnehmungen wie unter anderem optische oder akustische in Verbindung steht, muss auch an diesen gearbeitet werden. Daher macht es nur wenig Sinn, mit dem Kind nur das Schreiben und Lesen zu üben.

Wichtig für legasthene Kinder ist, dass die Eltern Verständnis zeigen und Geduld aufbringen. Wenn Sie falsch reagieren und Ihrem Kind das Gefühl geben "dumm zu sein" oder "es nicht zu schaffen", kann es zu psychischen Problemen wie Aggressivität, Desinteresse oder Introvertiertheit kommen. Loben Sie daher Ihren Sprössling und zeigen Sie Anerkennung.

Was tun bei Legasthenie?

Beobachten Sie Ihr Kind genau. Zwingen Sie es nicht stundenlang zu üben, wenn es nicht mehr kann. Holen Sie sich Hilfe und Ratschläge von diplomierten Legasthenie-Trainern und gestalten Sie das Lesen und Schreiben mit Ihrem Kind spielerisch. Legastheniker lernen besser, wenn sie Gegenstände anfassen können. Besorgen Sie sich daher beispielsweise Buchstaben aus Holz, lassen Sie Ihr Kind die falsch geschriebenen Wörter mit Knetmasse nachbilden und mit dem Finger nachfahren.

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