Fahrrad fahren mit der Familie

Auf den Sattel und los geht's!

Es ist vollkommen egal, wie lange Sie schon nicht mehr auf einem Fahrrad gesessen sind - schwingen Sie sich auf den Sattel und erleben Sie, wie viel Spaß eine Radtour machen kann. Zuvor gibt es noch ein paar Sicherheitstipps.

Susanne Koch, Mutter der siebenjährigen Lisa, hat das Radfahren wieder für sich entdeckt, nachdem sie jahrelang nicht mehr gefahren war. Für sie ist Radfahren eine tolle Möglichkeit, mehr Zeit mit ihrer Tochter in der Natur zu verbringen und sich gleichzeitig fit zu halten. „Bei unseren zwei- bis dreistündigen Radtouren machen wir auch oft ein Picknick oder füttern die Enten“, sagt die 48-jährige Softwareanalytikerin.

Vielleicht steht bei Ihnen das Fahrrad auch schon längere Zeit im Keller? Dann weg mit den Spinnweben und rauf auf den Sattel! „Auch wenn Sie seit Jahren nicht mehr gefahren sind, stellt Radfahren einen guten und leichten Einstieg ins regelmäßige Workout dar“, sagt die Fitnesstrainerin Gabriele Hofmann. „Wenn Sie mit dem Rad fahren, bauen Sie Fitness und Kondition auf“. Rad fahren verbrennt zwar ein bisschen weniger Kalorien als Laufen, aber es ist für die Knie schonender. Radfahren kann auch gut in den Alltag integriert werden. Fahren Sie doch mit dem Rad zur Arbeit, anstatt den Bus zu nehmen.

Ausrüstung

Radhosen
Spätestens nach einer Stunde Radfahren beginnt der Hintern zu schmerzen. Radhosen haben eine spezielle Polsterung eingenäht, die das Sitzen am Sattel angenehmer macht. Ab 20 Euro findet man diverse Modelle im Sportgeschäft. Wenn Sie eine lange Hose bevorzugen, sollte diese eng anliegen, damit Sie nicht am Pedal oder an der Kette hängen bleiben.

Helm
Ein weiteres wichtiges Fahrradutensil ist der Helm. Kinder, aber auch Erwachsene sollten ihn tragen, um bei Stürzen das Schlimmste zu verhindern. Überprüfen Sie den Helm vor dem Kauf unbedingt auf einen Verweis, der den Sicherheitsstandard garantiert. Üblicherweise sollten Sie ihn an der Innenseite des Helms in Form eines Stickers finden. Gute Helme gibt es schon für gerade einmal 20 Euro. Der Helm sollte fest und gerade am Kopf anliegen (nicht zur Seite kippbar sein) und so eng sitzen, dass nur maximal zwei Fingerbreit zwischen Ihr Kinn und den Gurt passen. Die V-Gurte an den Seiten sollten dabei genau unter den Ohren verlaufen. Wenn Sie den Blick nach oben richten, sollten Sie gerade noch die Front des Helms sehen. Wenn Sie sich nach vorne beugen, sollte der Helm nicht hinunter rutschen.

Sicherheitstest

Wenn Sie eher der do-it-yourself-Typ sind, werfen Sie doch mal einen Blick auf die nachfolgend aufgelisteten Sicherheitstipps von Robert Steiniger, einem Radmechaniker mit über 30 Jahren Erfahrung:

  • Kontrollieren Sie beide Reifen. Bewegen Sie die Reifen vor und zurück, und testen Sie auch, ob sie lose im Rahmen sitzen. Drehen Sie die Reifen und gehen Sie sicher, dass die Bremsbeläge nicht direkt aufliegen. Ist noch genug Luft in den Reifen?
  • Prüfen Sie den Sattel. Halten Sie den Rahmen mit einer Hand und den Sattel mit der anderen fest; versuchen Sie nun, den Sattel zu bewegen. Ziehen Sie diesen, wenn nötig, gründlich fest. Wichtig: Er sollte hoch genug sein, damit Ihre Beine am Pedal leicht abgewinkelt sind. Der Sitz sollte – seitlich betrachtet – gerade und nicht nach unten oder oben geneigt sein.
  • Achten Sie auf Rost. Ein bisschen Oberflächenrost ist okay. Wenn aber der Rahmen – auch nur stellenweise – durchgerostet oder die Fahrradkette so rostig ist, dass sie sich nicht mehr bewegen lässt, hat Ihr Rad den Sicherheitstest leider nicht bestanden.
  • Vorsicht vor Rissen. Wenn die Seitenwände der Reifen wie Fischnetze aussehen, sind sie zu alt und gebraucht, um weiter benutzt zu werden.
  • Drücken Sie mit Ihrem Daumennagel in die Bremsbelege. Wenn die Belege so hart sind, dass Sie mit dem Daumennagel keine Spuren hinterlassen, sollten sie ausgetauscht werden.

Radfahren als Bestandteil des Alltags

Radfahren kann zum lebenslangen Workout werden, das dabei hilft, gesund zu bleiben. Setzen Sie sich aber realistische Ziele! Bei den ersten Ausfahrten sollten Sie nicht länger als 20 Minuten mit moderatem Tempo fahren. Bei jeder weiteren Fahrt können Sie weitere fünf Minuten dranhängen.Familie beim Radfahren

Für Anfänger empfiehlt es sich, die ersten Ausfahrten auf dafür vorhergesehenen Wegen und nicht auf befahrenen Straßen zu unternehmen. So müssen Sie sich nicht zusätzlich auf den Straßenverkehr konzentrieren. Mit Kindern sollten Sie öfter eine Pause machen bzw. auf der Tour verschiedene Stationen einbauen, wie den Besuch einer Burg, eines Tierparks oder Spielplatzes.

Wenn Sie erst wieder mit dem Radfahren beginnen, ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie Schmerzen in Gesäß, Rücken und Schultern verspüren werden. Der Schmerz ist ein gutes Zeichen dafür, dass Ihre Muskeln noch da sind und funktionieren. Der Körper gewöhnt sich aber schnell an die neue Belastung.

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    Kommentare (1) Comment

    • 04 Juli 2014 | 14:31 kaa

      Für einen Helm sollte ruhig mehr Geld für Qualität gezahlt werden. Denn wenn es zum Unfall komm, kann der richtige Helm sogar Leben kosten. Ich habe mir mal die Fahrradhelme hier auf http://www.roseversand.de/produkte/bekleidung/helme/helme-und-zubehoer/helme/ mal angeschaut und Preisklassen um die 60 Euro gehören zu günstigeren Variante. Das CASCO SPEEDairo Helm kostet über 200 (!!) Euro. Die kompakte Bauweise, die Umströmung des Kopfs, die Aerodynamik sind nur einige wenige von sehr vielen Faktoren, die hier berücksichtigt wurden.

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