Frau beim Sparen

Trends beim Sparen

Die ÖsterreicherInnen setzen besonders nach der Finanzkrise auf Sicherheit. Warum Sparbuch und Bausparer dafür bestens geeignet sind.

Katharina Käuff ist eine fleißige Sparerin. Die Angestellte legt 30 Prozent ihres Gehalts pro Monat auf die Seite: „Schlechte Zeiten können ja immer kommen, dann möchte ich vorbereitet sein.“ Mit Aktien oder anderen, für Sie komplizierten Anlegeprodukten möchte die 37-Jährige nichts zu tun haben. „Das Sparbuch ist mir immer noch am liebsten. Es gibt zwar nicht viele Zinsen, aber es ist zumindest sicher“, sagt sie.

Sicherheit geht vor

So scheint es, denken auch die meisten ÖsterreicherInnen. Bausparen liegt seit vielen Jahren auf den Spitzenrängen der diversen Spar- und Anlageformen und führt zurzeit gemeinsam mit dem Sparbuch das Ranking der beliebtesten Sparformen an. So weist das regelmäßig von GfK erhobene Stimmungsbarometer für Spar- und Anlageformen für das 2. Quartal 2012 eine Zustimmung von 43 Prozent für das Bausparen und von 44 Prozent für das Sparbuch auf. Das hat gute Gründe: Bausparen und Sparbuch sind sicher, verfügbar und verständlich. „Seit Ausbruch der Finanzkrise ist Sicherheit das zentrale Thema bei Veranlagungen, es hat eindeutig Vorrang vor Renditeüberlegungen“, sagt Manfred Url, Generaldirektor der Raiffeisen Bausparkasse. Studien zeigen, dass mehr als zwei Drittel der ÖsterreicherInnen bei der Geldanlage vorwiegend auf Nummer sicher gehen wollen, auch der Trend zu Immobilien ist Ausdruck dieses großen Sicherheitsbedürfnisses.

Untermauert wird durch die Studie auch die Tatsache, dass das angesparte Kapital zu einem großen Teil für Wohnzwecke verwendet wird: So geben insgesamt 46 Prozent der Befragten an, dass sie das Guthaben für Bau-, Wohn- oder Sanierungsvorhaben verwenden möchten. Weitere 22 Prozent wollen zumindest einen Teil des Guthabens weiter anlegen, 14 Prozent sogar den gesamten Betrag.

Der Finanzierungskreislauf

„Viele Sparer haben die Erfahrung gemacht, dass man dem Bausparen vertrauen kann“, sagt Url. So werden jährlich rund eine Million Bausparverträge bei den vier österreichischen Bausparkassen abgeschlossen. Das hat seinen Grund: Die Bausparkassen dürfen keine risikoreichen Geschäfte betreiben – das ist gesetzlich so festgelegt. Bausparen beruht auf einem geschlossenen Spar- und Finanzierungskreislauf, in dem das Geld der Sparer in jene Darlehen fließt, die wiederum für die Wohnraumschaffung und -sanierung in Österreich vergeben werden, also in Grund und Boden sicher angelegt sind. Und natürlich gilt die staatliche Einlagensicherung auch fürs Bausparen.

Diese Argumente scheinen zu überzeugen: Mehr als fünf Millionen Menschen setzen in Österreich bei der privaten Vorsorge auf den bewährten Bausparvertrag. Ein Hauptargument ist laut einer aktuellen Umfrage dabei die Möglichkeit, regelmäßig Geld anzusparen (50%), aber auch die sichere Veranlagung (38%) sowie der Wunsch, das Geld eine Zeitlang binden zu können (20%), sind wichtige Entscheidungsgründe.

 

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