Frau mit Geld

Ist Geld Männersache?

Wer entscheidet über das Familienbudget – Männer oder Frauen? Und wie viel legt Frau für ihre Vorsorge auf die Seite? Eine aktuelle Studie zeigt den Umgang von Frauen in Österreich mit dem Thema Geld und Finanzen.

Martina hat ein Sparbuch und wirft fleißig Münzen in ihr Sparschwein. Die 26-Jährige gehört damit zu den 65 Prozent der Frauen, die ein Sparbuch besitzen. Denn der Klassiker steht laut Erste Bank in Österreich an erster Stelle der Sparformen, gefolgt vom Bausparer (60%). Eine Lebensversicherung haben immerhin noch 46 Prozent der österreichischen Frauen. Risikofreudiger sind sie hingegen weniger. Denn nur 16 Prozent besitzen Anlagen wie Aktien, Anleihen und Fonds.

Gleichstellung beim Thema Finanzen

Aber sind die Themen Geld und Finanzen eigentlich noch immer Männersache? Einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Integral zufolge (im Auftrag der Erste Bank ) sind die ÖsterreicherInnen der Meinung, dass Männer und Frauen gleichermaßen für die Finanzen zuständig sind. Nur 16 Prozent der ÖsterreicherInnen sehen die Themen Geld und Finanzen weiblich behaftet.

Die tatsächlichen Entscheidungen in Sachen Geld trifft die Mehrheit der befragten Österreicher schlussendlich aber selbst. So geben 54 Prozent der Männer an, selbst zu entscheiden, im Gegensatz zu 47 Prozent der Frauen. Diese beziehen wiederum lieber den Partner in ihrer Finanzentscheidung mit ein (42%) – mehr als Männer es mit ihrer Partnerin tun (36%).

Frauen sparen in Relation mehr

Noch ein interessantes Detail: Durchschnittlich gibt die Österreicherin 253 Euro für ihre Vorsorge aus (13 Euro weniger als Männer). Darin enthalten sind alle Vorsorgeleistungen wie Pensionsvorsorge, Zusatzkrankenversicherung oder das, was noch aufs Sparbuch wandert. Das sind nur 5 Prozent weniger als Männer und das obwohl Frauen laut Statistik Austria mit durchschnittlich 40 Prozent weniger Monatseinkommen haushalten müssen. „Frauen verabschieden sich immer mehr vom Klischee der finanziell abhängigen Frau“, fasst Susanne Höllinger, Leiterin des Private Banking der Erste Bank Österreich, zusammen.

Kommentare (1) Comment

  • 06 Juni 2012 | 13:12 Butterblume

    Bei uns funktioniert das super! Wir haben drei Konten, ein gemeinsames und zwei getrennte. Die Rechnungen gehen vom gemeinsamen weg. Und was ich auf meinem Konto so treibe, bleibt geheim :)

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