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Eine Frage der Disziplin
Wenn Sie wollen, dass Ihre Kinder sich die Hände waschen, ihr Spielzeug wegräumen oder geborgte Gegenstände wieder zurückgeben – senden Sie klare Botschaften!
Von Natalie Nietsch
Di, 11/10/2011 - 13:55
Wer in unserer Gesellschaft höflich sein will, muss über kurz oder lang mit indirekten Aufforderungen umgehen lernen, wie „Kannst du mir das Salz geben, bitte?“. Wenn Sie diese Frage wörtlich interpretieren – so wie es die meisten Kinder machen würden – ist es nicht wirklich der Wunsch nach Salz, sondern ob die angesprochene Person dazu in der Lage ist, Ihnen das Salz zu geben (natürlich würden Sie dennoch nie von Ihrem Gegenüber ein einfaches „Ja“ Erwarten). Wenn Sie also Ihr Kind fragen, ob es jetzt gerne ein Bad nehmen würde, denkt es, dass Sie ihm wirklich nur die Möglichkeit anbieten und wird vielleicht mit „Nein“ antworten – auch wenn Sie damit eigentlich einen höflichen Befehl geben wollten. Das Ergebnis? Sie fühlen sich verärgert, verstimmen Ihr Kind dadurch ebenfalls und verwirren es obendrein noch.
Achten Sie auf Ihren Ton
Studien zeigten, dass Kinder viel eher zur Kooperation bereit sind, wenn ihre Eltern einen höflichen Ton wählen. „Bitte“ wird ja nicht umsonst das magische Wort genannt. Wenn Sie Ihrem Kind Anweisungen geben, ist entscheidend, dass Sie absolut deutlich ausdrücken, was Sie verlangen. Ihr Kind sollte es dadurch sogar schaffen, sich die Aufgabe bildlich vorzustellen. Es ist zum Beispiel viel effektiver zu sagen: „Geh bitte ins Wohnzimmer und räum die Buntstifte vom Tisch weg“ als „Hab ich dich nicht darum gebeten, endlich die Buntstifte wegzuräumen?“. Und das große Finale lautet: „Danke“. Es ist besonders wichtig, die Bemühungen Ihres Kindes mit einem einfachen „Dankeschön“ zu loben.
Lassen Sie Wahlmöglichkeiten
Ein guter Weg, Kinder zur Kooperation zu bewegen, ist es, ihnen zwei Möglichkeiten zu lassen, welche beide Seiten glücklich machen. Wenn Sie sagen: „Willst du die blaue Jacke oder den grünen Pullover mit der Kapuze anziehen?“ ist es eine klare win-win-Situation. Sie geben Ihrem Kind das Gefühl, dass es mitbestimmen kann. Und Sie sind beruhigt, dass Ihr Kind etwas Warmes angezogen hat. Tipp: Nicht zu viele Möglichkeiten zur Auswahl stellen, das überfordert sonst – speziell Klein- und Kindergartenkinder.






