erziehung

Sanja Adamovich

Vom Erzieher zur Bezugsperson

Eltern gehen immer früher arbeiten und entscheiden sich auch immer schneller für eine Vollzeitstelle, weil sie der Meinung sind, dass ihre Kinder schon groß genug sind um sich alleine zu beschäftigen.

Doch man sollte sich die Frage stellen wie lange Kinder einen wirklich brauchen. Wieviel Erziehung ist ab einem gewissen Alter wirklich notwendig? Kann oder sollte man seine Kinder ab dem Teenageralter schon alleine lassen? Sollten Sie nach der Schule alleine zu Hause sein um am Abend schnell gemeinsam zu essen um danach gehetzt Hausaufgaben zu machen? Ist das die tatsächliche Vorstellung von einem gelungenen Familienleben?

Erwachsene als Vorbild

Die Pubertät setzt heute bereits sehr früh ein - nach neuesten Untersuchungen bereits mit 9 oder 10 Jahren. Und gerade in dieser Selbstfindungsphase, brauchen die Kinder einen mehr denn je. Natürlich wollen sie ihre Freiheit haben und selbst Entscheidungen treffen. Klar wollen die wenigsten ständig mit den Eltern unterwegs sein oder kuscheln. Aber sie brauchen einen auf eine andere Art und Weise und zwar als ehrliche Gesprächspartner. Auch wenn sie es nicht zugeben, fungieren nach wie vor die Bezugspersonen, und damit in erster Linie die eigenen Eltern, als Vorbilder. Kinder lernen von klein auf von ihnen und kopieren sie.

Man kann nicht erwarten, dass einem das eigene Kind in dieser Phase alles anvertraut, man sollte ihm aber durchaus das Gefühl geben einfach da zu sein wenn man gebraucht wird. Die Arbeit sollte das Familienleben nicht in einem so erheblichen Maß beeinträchtigen, dass für Gespräche und/oder Ratschläge kaum Zeit mehr bleibt. Das passiert leider sehr schnell. Zum Beispiel wenn man nach einem langen Arbeitstag einfach zu müde ist um ein offenes Ohr zu haben.

Erziehung oder Beziehung?

Teenager brauchen eine starke Hand, jemanden der für sie da ist, jemand der ihnen zuhört und ihnen keine Vorwürfe wegen jeder Kleinigkeit macht. Auch große Kinder brauchen einen geregelten Tagesablauf und sollten in das Geschehen von Anfang an mit einbezogen werden - Ausflüge, Familienurlaub, Haushalt, Einkauf, etc.

Was tun?

Reden Sie mit ihrem Kind und stellen Sie offene Fragen. So ist zum Beispiel zu beachten nicht zu fragen "geht es dir gut?" sondern "wie geht es dir?". Erfahren Sie wie Ihr Kind den Tag erlebt hat, was es fühlt. Auch wenn es mit schlechter Laune nach Hause kommt, verhindern sie Fragen wie: "was ist schon wieder los?" oder "irgend etwas musst du doch getan haben wenn der Lehrer schon wieder mit dir geschimpft hat". Hören Sie sich die ganze Geschichte auch aus der Sicht des Kindes an und entscheiden Sie erst dann wie Sie darüber denken. Egal ob ihr Kind im Recht oder Unrecht ist, reden sie darüber ohne ihm sofort Vorwürfe zu machen und treten Sie Ihrem Sprössling offen und ehrlich aber auch respektvoll gegenüber. Es braucht jetzt weniger Erziehung als eine vertrauenwürdige Bezugsperson.

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