Regeln für Eltern

Kinder anlügen: Die kleinen Regeln

Grundsätzlich sollte man natürlich nicht lügen, denn Wahrheit währt am längsten. Auch mit Ihren Kindern sollten Sie eine ehrliche Beziehung aufbauen, was allerdings nicht immer so einfach ist. Beim Nachwuchs kommt man als Elternteil aber oft nicht um kleine, harmlose Flunkereien herum.

Auch wenn es vereinzelt „lügenfreie Haushalte“ gibt, sind kleine, harmlose Notlügen in den meisten Fällen ein wesentlicher Teil des Elterndaseins, denn Kinder können je nach Alter nicht immer mit der Wahrheit adäquat umgehen oder sie verstehen. Es gibt fast niemanden, der nicht ab und an zu einer kleinen „Unwahrheit“ greift. Denken Sie an Christkind, Osterhase, Zahnfee und so weiter. Auch wenn Sie Ihr Kind beispielsweise beim Schäferstündchen mit Ihrem Partner erwischt, werden Sie kaum zugeben, was Sie wirklich gemacht haben. Es gibt eben spezielle Situationen, in denen Notlügen angewandt werden.

Kleine, aber feine Flunkereien

Vielleicht finden Sie sich in folgendem Beispiel wider: Ihr Kind spielt schon seit Tagen mit demselben nervigen und lauten Spielzeug wie „Furby“, das immer wieder dasselbe Lied spielt und vielmehr verblödet als die Kreativität Ihres Kindes fördert. Tag und Nach, non-stop dieselben Sprüche und Lieder. Das sprechende und singende Etwas wird jedoch so sehr von Ihrem Kind geliebt, dass Sie es ihm nicht einfach wegnehmen können. Sie fühlen sich gezwungen zu lügen. Sie entfernen die Batterien und sagen Ihrem Kind, dass das Spielzeug kaputt ist!

Oder stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Ihr Kind macht seine Hausaufgaben nicht und räumt seine Spielsachen nicht zusammen. Nach einer 40-Stunden-Woche würde Sie aber auch gern vom permanenten Nachräumen und Lehrergesprächen verschont bleiben. Würden Sie Ihrem Kind nicht lieber erklären, dass die Vögelchen am Fenster es beobachtet und Ihnen Bericht über seine Artigkeit erstattet, anstatt es zu schimpfen? Natürlich sollten diese kleinen Lügen in Zaum gehalten werden. Wenn Sie Ihr Kind dennoch anflunkern, müssen Sie allerdings einige Regeln befolgen.

Regeln für Eltern

Ihre falschen Fakten müssen Sie dem Alter Ihres Kindes entsprechen anpassen. Je älter Kinder werden, umso eher können sie mit der tatsächlichen Wahrheit umgehen. Ab dem Alter von acht Jahren ungefähr, wissen sie, dass die Zahnfee nicht wirklich existiert.

  • Erzählen Sie keine feigen Lügen. Nur weil Sie nicht „Nein“ sagen können, sollten Sie noch lange nicht flunkern.
  • Merken Sie sich zudem Ihre kleinen Unwahrheiten, denn Ihre notwendige Geschichte können Sie nur dann weiterführen, wenn Sie sich an Ihre Fakten erinnern.
  • Beschränken Sie Ihre harmlosen Lügen und machen Sie sie keinesfalls zu Ihrem Tagesinhalt. Es geht lediglich darum, sich oder Ihr Kind damit zu schützen oder – wie im Christkind und Co.-Fall – Ihnen eine fantasievolle Kindheit zu bescheren.

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