Kind springt über Fluß

Durchhaltevermögen lernen

Ihr Kind gibt schnell auf, anstatt zu üben, bis das Ziel erreicht ist? Studien haben ergeben, dass ein ausgeprägtes Durchhaltevermögen zu einem erfolgreicheren Leben führt. Mit diesen Tipps kommt Ihr Kind an jedes Ziel!

„Du schaffst das!“, „Gib nicht auf!“, „Mach einfach weiter!“ Eltern sprechen ihren Kindern Mut zu, wenn sie Herausforderungen zu bewältigen haben. Und diese haben Kinder jeden Tag zu meistern – kleine, wie den Deckel des Marmeladeglases zu öffnen, oder größere, wie Lesen zu lernen. Studien belegen, dass ein ausgeprägtes Durchhaltevermögen zu einem erfolgreicheren Leben führt.

Persönlicher Erfolg hat viel mehr mit Disziplin und Hingabe zu tun als mit Talent, fand Anders Ericsson, Professor der Psychologie in seinen Forschungen heraus. Aber was sollten Eltern machen, wenn sie ein Kind großziehen, dass eine niedrige Frustrationstoleranz hat und schnell aufgibt? Natürlich spielt das Temperament des Kindes eine Rolle, aber auch den ständigen „Ich kann das nicht“-Sager kann man über seine Grenzen bringen. Damit ein „Ich gebe auf“ zu einem „Ich habe es geschafft“ wird, haben wir für Sie ein paar Tipps:

Bestätigung einmal anders

Natürlich ist es wichtig, sein Kind zu loben und es darin zu bestätigen, was es tut. Aber zu viel des Lobes kann auch nach hinten losgehen. Ein ständiges „Du bist so toll!“ führt dazu, dass Kinder für alles eine Bestätigung brauchen. Die Psychologieprofessorin Carol Dweck hat herausgefunden, dass Loben für den Aufwand sinnvoller ist als für die Ergebnisse. Sätze wie „Für das Bild musst du ja wirklich viel gearbeitet haben“ unterstützen das Durchhaltevermögen bei Kindern, da sie Erfolg mit harter Arbeit verbinden. Also nicht nur erwähnen, wie toll das Kind Basketball spielt, sondern sagen: „Die viele Zeit an Übung hat sich bezahlt gemacht und du kannst jetzt viel besser spielen.“

Ziele in Häppchen teilen

Wenn es um eine Aufgabe geht, die das Kind bewältigen soll (wie zum Beispiel Eislaufen lernen), sollte man einen Plan erstellen. Dabei wird das große Ziel (am Eis zu laufen) in kleinere Ziele geteilt: richtig die Schuhe anziehen, am Eis stehen, die ersten Schritte machen usw. „Wenn Sie einem Kind etwas Schritt für Schritt zeigen, schüchtern Sie es nicht ein“, sagt der Psychologe Jim Taylor. So kann auch ein riesiges Puzzle damit begonnen werden, dass man zuerst einmal die Ecken sucht.

An Erfolge erinnern

Es ist ganz normal, dass man Fehler macht und scheitert, bevor man sein Ziel erreicht. Das sollten Sie auch Ihren Kindern mitgeben. Denken Sie auch daran, dass Sie das beste Vorbild in punkto Durchhaltefähigkeit sind. Und erinnern Sie ihr Kind das nächste Mal, wenn es wieder aufzugeben droht, stets an seine bereits bestandenen Erfolge.

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