Zähne putzen

Zahnpflege – aber richtig

Mundhygiene sollte schon bei kleinen Kindern beginnen. Sobald die ersten Milchzähne durchkommen, sind die Eltern gefragt. Denn bis zum Alter von zehn Jahren sind die Kleinen motorisch nicht im Stande, die Zähne richtig zu putzen.

Generell gilt beim Zähneputzen: Qualität vor Quantität. Das bedeutet, dass es vor allem auf die Technik ankommt. Denn richtiges Zähneputzen ist komplizierter, als viele es sich vorstellen. Kleinkinder sind meistens nicht in der Lage, die so genannte „Vibrationstechnik“ korrekt durchzuführen. Kräftiges, waagrechtes Hin- und Herschrubben gehört der Vergangenheit an. Damit schädigt man nur die Zahnhälse. Vielmehr sollte die Zahnbürste im 45 Grad-Winkel auf den Zahn aufgesetzt und dann in kleinsten Vibrationsbewegungen die Zwischenräume gereinigt werden. So reißen Sie die Zahnbeläge auf und reinigen zwei Zähne. Dann wischen Sie die gelösten Beläge von oben nach unten und zurück zu den nächsten beiden Zähnen weiter. Ansetzen, vibrieren, auswischen, weiterrücken. Auch die Innenseiten und Kauflächen beachten!

Über die Häufigkeit des Putzens scheiden sich die Geister. Viele empfehlen jedoch zweimal täglich gründliches Putzen. Nach den Mahlzeiten sollte zusätzlich Zahnseide verwendet werden. Auch das Werkzeug, also Zahnpasta und Zahnbürste, spielen eine große Rolle. Bürsten sollten eher einen kleinen Kopf haben und mit vielen, dichten Borsten ausgestattet sein (Multituftbürste). Das Borstenfeld sollte eben sein (wobei Studien belegen, dass unterschiedlich angeordnete Borsten nicht schlechter sind). Für Kinder eignen sich eher weiche Borsten. Natürlich können auch elektrische Zahnbürsten verwendet werden. Mit diesen ist die „Vibrationstechnik“ auch leichter durchzuführen. Trotzdem kommt es auch hier darauf an, die Bürste richtig im Mund zu führen (zuerst Zwischenhälse, dann von Rot nach Weiß etc.). Nachputzen bei den Kindern ist auch bei elektrischen Zahnbürsten meist bis ins Volksschulalter notwendig. Doch Vorsicht. Nicht immer und überall ist eine elektrische Zahnbürste verfügbar. Kinder sollten deshalb auch mit einer normalen Handzahnbürste putzen lernen.

Pasta für die Zähne

Theoretisch könnte man sich die Zähne auch ohne Paste reinigen. Die Crème erleichtert und beschleunigt die Entfernung von Plaque jedoch erheblich. Für Kinder (und auch Erwachsene) ist vor allem wichtig, dass die Zahnpasta Fluorid enthält. Dieser Wirkstoff ist neben dem regelmäßigen Zähneputzen an sich die beste Methode gegen Karies. Wichtig ist dabei, auf den Fluoridgehalt der unterschiedlichen Zahnpasten zu achten. Dieser wird in ppm angegeben (ppm bedeutet parts per million, 1 ppm = 0,0001 %). Für Kinder von sechs Monaten bis zwei Jahren sollten maximal 500 ppm Fluorid enthalten sein. Zahnpasta für Kinder von zwei bis sechs Jahren können 1000 ppm Fluorid enthalten und danach 1500 ppm. Es sollte immer eine erbsengroße Menge verwendet werden.

Kinderleichte Pflege

Ab den ersten Milchzähnen sollten die Eltern die Zähne der Kinder zweimal täglich reinigen. Zuerst mit Wattestäbchen oder speziellen Fingerlingen, danach mit weichen Zahnbürsten. Ab dem Schuleintritt können sich die Kinder die Zähne selbst putzen, es sollte von den Erwachsenen aber unbedingt kontrolliert und gegebenenfalls nachgeputzt werden. Zur Überprüfung können Zahnfärbetabletten oder -lösungen eingesetzt werden. Dort, wo die Farbe sehr stark sichtbar ist, wurde der Belag nicht ordentlich weggeputzt. Studien belegen, dass viele Kinder nur 25 Prozent des Zahnbelags entfernen können.

Ein sunny7-Tipp: Verwenden Sie zum Kochen fluoriertes Speisesalz. So wird der Wirkstoff auch abgesehen vom Zähneputzen zugeführt.

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