Harry Lucas

Dieser Mann durchschaut Sie sofort!

Ob Sie in Gegenwart des Ausnahmekünstlers Harry Lucas nun laut oder leise denken, ist egal, denn er durchschaut Sie so oder so.

Er zählt zu den unglaublichsten und besten Mentalisten sunny7unserer Zeit und ist nicht umsonst der Österreichische Staatsmeister der Mentalmagie. Harry Lucas hinterlässt nach seinen Shows meist ein großes Fragezeichen im Kopf seiner Zuschauer sowie Gänsehaut und vielerlei anderer Emotionen. Am 9. November lädt er in seine nächste Show "Fantastische Kopfspiele" im Wiener Kabarett Simpl ein, um auch Sie zu verzaubern. In unserem Interview erzählt er, wie auch Sie einen Lügner entlarven können und worauf es bei der psychologischen Illusion ankommt.

„Lesen“ Sie Ihre Mitmenschen permanent, oder gibt es manchmal auch Ruhephasen?

Harry Lucas: Es gibt schon Ruhephasen, gottseidank. Bei dem, was ich mache, braucht man hohe Konzentration. Wenn man nicht konzentriert ist, dann funktioniert das auch nicht so.

Ist Mentalismus etwas, das jeder lernen kann?

Harry Lucas: Ich vergleiche das ganz gerne mit jemandem, der ein Musikinstrument spielt. Jeder von uns kann Klavier spielen, jeder kann die Tasten drücken, aber jemand, der sich sehr lange und intensiv damit beschäftigt, weil es seine Leidenschaft und Liebe ist, wird zum Konzertpianisten.

Was sagen Sie zu Uri Geller? Ist er wirklich begabt oder einfach nur ein guter Entertainer?

Harry Lucas: Das kann ich schwer beantworten. Ich wurde letztes Jahr in seine Villa eingeladen und ich war sehr beeindruckt, weil ich ihn ja nur vom Fernsehen her kannte. Was ich über ihn weiß, ist, dass er ein ganz lieber, zuvorkommender und hilfsbereiter Mensch ist.

Ist der Magierkodex wirklich so streng? Was passiert, wenn ihn wer bricht und die Geheimnisse von Kollegen an Laien weiterplaudert?

Harry Lucas: Ich würde mich hüten, Geheimnisse zu verraten, weil das sowohl dem Kollegen als auch mir schadet. Man schneidet sich ins eigene Fleisch. Ich habe aber festgestellt, dass es mit einem hohen Spezialwissen vergleichbar ist. Selbst wenn man das jemandem geben würde, der mit Mentalmagie nichts zu tun hat, heißt es noch lange nicht, dass er etwas damit anfangen kann. Das ist so, als würde mir ein Herzchirurg sagen ‚Hier steht alles drin, wie man operiert’. Da sind nur Fachbegriffe enthalten, die mir nichts sagen. Ich habe aber sehr gute Kollegen und Freunde in England und Argentinien, mit denen ich mich austausche – gottseidank gibt’s Skype. So kann man gut Ideen spinnen und neue Dinge überlegen und entwickeln. Das macht dann Spaß!

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, das beruflich zu machen? Wann haben Sie damit angefangen?

Harry Lucas: Ich habe sehr früh begonnen. Mit fünf Jahren habe ich einen Zauberkasten bekommen, das war der erste Schritt in diese Richtung. Nachdem ich verstanden habe, wie Zauberkunst funktioniert, habe ich Dinge mitbekommen, die für mich spannender waren, wie die menschliche Wahrnehmung und Aufmerksamkeit und wie man sie lenken kann. Das ist wichtig beim Präsentieren auf der Bühne. Das hat mich immer sehr interessiert. In der Schule hat mich ein Gebiet besonders interessiert, das in der Biologie aber nur stiefmütterlich behandelt wird - und zwar die Verhaltensforschung. Ich hatte dazu ein Buch von Konrad Lorenz gelesen und ein Referat dazu gehalten.

Sind eher Frauen oder Männer leichter „lesbar“?

Harry Lucas: Leichter und schwerer – die Kategorie würde ich nicht ansetzen. Es gibt sowohl bei dem einen Geschlecht Personen, die empathisch, emotional oder kreativ sind und mir das auch zeigen und andere, die mehr analytisch an die Sache herangehen. Das ist aber nichts Geschlechtsspezifisches.

Nach welchen Kriterien wählen sie ihre Kandidaten, die auf die Bühne kommen?

Harry Lucas: Das ist auch etwas, das man über die Jahre lernt. Man wählt am besten Menschen, die beispielsweise nicht mit verschränkten Armen dort sitzen und sagen ‚jetzt mach’ a mal’, sondern diejenigen, die Spaß bei der Sache haben – und das sieht man.

Haben Sie einen Trick für uns, beispielsweise, wie wir einfacher einen Lügner entlarven?

Harry Lucas: Da gibt’s keine generelle Formel, die man anwenden kann. So mathematisch geht es nicht, weil wir ja alle gottseidank Individuen sind. Aber jeder hat sein eigenes persönliches Muster. Was man machen kann ist, dass man jemanden verschiedene Dinge sagen lässt, die wahr und überprüfbar sind - beispielsweise ‚die Wolken sind weiß’. Dann soll die Person etwas Ausgedachtes sagen. Man wird merken, dass bei Zweiterem ein anderes Denkmuster stattfindet, das aber individuell verschieden ist. Man muss sich daher auch auf der Bühne zunächst ein bisschen auf die Person einstellen und ‚kalibrieren’.

Worauf dürfen wir uns in Ihrer Show freuen?

Harry Lucas: Es ist eine sehr interaktive Show, in der die Leute stark eingebunden werden – im positiven Sinn. Dadurch wird es ein besonderes Erlebnis, das die Zuschauer mit nach Hause nehmen und lange in Erinnerung bleibt, wie ich festgestellt habe. Für mich ein Highlight in der Show – und das nicht nur, weil ich viel Arbeit hineingesteckt habe, sondern es auch sehr persönlich ist - ist der Telepathie Akt, bei dem die Leute an eine sehr persönliche Frage denken – das kann sein beispielsweise sein ‚Wie geht es mit der Arbeit weiter’ oder ‚Wie schaut meine Zukunft aus’. Meine Aufgabe ist es herauszufinden, woran sie denken und diese Frage auch noch zu beantworten. Und das ist etwas, was ganz großen Spaß macht. Das Schöne ist, dass es so viele Emotionen in der Show gibt. Über Lachen, Gänsehaut, etwas Gruseln – es ist Vieles dabei.

Wir danken für das Interview!

Nächste Show: "Fantastische Kopfspiele" am 9. November 2014 um 20 Uhr im Kabarett Simpl.

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