So kriegen Sie
den Job sicher nicht!
Angenommen, Sie wollen einen neuen Job und der Termin fürs Bewerbungsgespräch steht unmittelbar bevor. Wir zeigen Ihnen ausnahmsweise nicht, was Sie tun sollten, um den Posten zu bekommen, sondern vor allem das, was Sie unterlassen sollten. Hier die besten Fauxpas aus der Praxis.
Von Doris Oberleiter
Do, 16/08/2012 - 09:20
© Adam Gregor/shutterstock.com Auf in den Kampf
Der Termin für das Bewerbungsgespräch steht unmittelbar bevor. Nervös? Bei Vorstellungsgesprächen gibt es tatsächlich einige ungeschriebenen Regeln und Grundlagen, an die sich BewerberInnen halten sollten, um zu einem positiven Ergebnis zu kommen. Wir haben unsere Expertin Maria Th. Radinger gefragt, was man alles falsch machen kann und zeigen Ihnen, wie es garantiert nichts wird mit dem neuen Job.
© Rui Vale de Sousa/shutterstock.com Unpünktlichkeit
Gleich zu Beginn können Sie richtig schlecht auffallen, indem sie mindestens 15 Minuten zu spät zum vereinbarten Termin erscheinen. Rufen Sie auch auf keinen Fall an, um die Verspätung anzukündigen, so ist der schlechte Eindruck besonders nachhaltig.
© Kirill Linnik/shutterstock.com Das Gesamtbild zählt
Nichts leichter, als den ersten Einruck weiter zu vermiesen: Kleider machen schließlich Leute. Fleckige Hosen, eine faltige Bluse, schwarze Lippen oder XXL-Smoked Eyes sind eine gute Wahl, wenn Sie ordentlich Aufsehen erregen wollen. Auch Schlabberjeans und Träger-Leibchen kommen garantiert nicht gut an. „Unpassender Dresscode ist ein absolutes No-Go bei Vorstellungsgesprächen“, ist Unternehmensberaterin Maria Th. Radinger überzeugt.
© Lasse Kristensen/shutterstock.com Hey du!
Jetzt ist Ihre Kreativität gefragt. Möglichkeiten, sich bei einem Vorstellungsgespräch daneben zu benehmen, gibt es nämlich viele. Wie wäre es damit, auf die Begrüßung zu verzichten, dem Personalchef ungefragt die Hand hinzustrecken oder Ihn einfach direkt zu duzen? Maria Th. Radinger hat noch ein paar Ideen: „Ungefragt Platz zu nehmen oder den üblichen Small Talk einfach zu überspringen kommt ebenfalls nicht gut an.“
© Feng Yu/Shutterstock.com Papierkram
Meistens nimmt man zu einem Vorstellungsgespräch seine Bewerbungsunterlagen samt Lebenslauf, Motivationsschreiben und Zeugnissen mit. Es macht sich gut, diese auf Nachfrage vorlegen zu können. Doch es geht auch anders. Kaffeeflecken auf dem Lebenslauf und zerknitterte Zeugnisse sind ein guter Anfang. Auch ein veralteter Lebenslauf verringert Ihre Chancen. Den Vogel schießen Sie ab, wenn auf dem Motivationsschreiben noch die Anschrift eines Konkurrenzunternehmens steht.
© wavebreakmedia ltd/shutterstock.com Haltung bewahren
Machen Sie es sich ruhig gemütlich. Wenn Sie den Job eh nicht haben wollen, dann sollten Sie wenigstens bequem sitzen. Lehnen Sie sich also zurück, verschränken Sie die Arme vor der Brust und lassen Sie die Fragen über sich ergehen. Eine gute Alternative wäre, sich nach vorne zu lehnen, die Arme auf dem Tisch abzustützen und den Kopf in die Hände zu legen.
© lev dolgachov/shutterstock.com Ja und Nein
Kurz und präzise, so könnte man es auch bezeichnen, wenn jemand nur mit Ja und Nein auf Fragen antwortet. Ihr Gegenüber ist sicher schnell von Ihnen genervt, wenn Sie wichtige Informationen einfach weglassen, und auf möglichst einsilbige Antworten setzen.
© vlad_star/shutterstock.com Schau mir in die Augen, Kleines
Ein tolles Büro hat der Personalchef: Die Aussicht ist wirklich super, das Kunstwerk an der Wand inspirierend und das Foto am Schreibtisch zeigt die hübsche Frau und die noch hübscheren Kinder. In so einem Büro gibt es viel zu sehen, warum also seinem Gegenüber in die Augen schauen? So vermitteln Sie genau das, was Sie rüberbringen wollen: Das Gespräch interessiert Sie nicht.
© Sergej Khakimullin/shutterstock.com Ganz okay
Bescheidenheit ist eine Tugend, das hat Ihnen Ihre Oma schon beigebracht. Wollen Sie den Job nicht, ist jetzt der richtige Moment, danach zu handeln. Wenn Sie der Personalchef nach Stärken und Schwächen fragt, dann fangen Sie doch mit den positiven Eigenschaften an und bewahren Sie sich die Schwächen für den Schluss auf, da wirken Sie am stärksten. Zum Beispiel so: „In meinem letzten Job war ich für die Planung und Koordination von Projekten zuständig. Dank meiner schnellen Auffassungsgabe und meiner Fähigkeit, im Team zu arbeiten, hat das meistens gut funktioniert. Na ja, vielleicht nicht immer, ich bin manchmal etwas chaotisch, das war ab und zu schon ein kleines Problem. Aber im Großen und Ganzen war es ganz okay.“ Ihr Gesprächspartner wird begeistert sein...
© CREATISTA/shutterstock.com Schluss mit lustig
Trotz aller Bemühungen hat Sie der Personalchef noch nicht rausgeschmissen? Keine Sorge, noch ist nicht aller Tage Abend – eine Chance haben Sie noch. Beenden Sie doch einfach das Gespräch, am besten abrupt und mit dem Hinweis, dass das nächste Vorstellungsgespräch bereits auf Sie wartet.
© princigalli/shutterstock.com Am Esstisch
Wenn auch das mit dem Schlussmachen nicht funktioniert hat und der Personalchef Sie zu allem Übel auch noch zum Essen einlädt, dann sollten Sie jetzt wirklich alle Register ziehen: Vergessen Sie alles, was Ihnen Ihre Mutter über Tischmanieren beigebracht hat! Schmatzen, schlürfen, rumstochern, reden mit vollem Mund, schnell noch eine SMS verschicken – das sollte schließlich Wirkung zeigen.
© wavebreakmedia ltd/shutterstock.com Umdenken
Sie wollen den Job doch haben und alles dafür tun, damit das Gespräch ein positives Ende hat? Dann machen Sie es einfach genau umgekehrt und zeigen Sie sich von Ihrer besten Seite! Ganz ehrlich: 100%ig ernst gemeint sind unsere Tipps ja ohnedies nicht...






