Netzwerk Digitalis

Digitalistas am Start

Immer mehr Frauen arbeiten in der Digital-Branche, sei es als Marketing Managerin, Developerin oder in Online-Medien. Das neue Netzwerk Digitalista arbeitet daran, diese Frauen stärker sichtbar zu machen und ihr Selbstbewusstsein zu steigern.

Lisa Oberndorfer, Kathrin Folkendt, Natalie Kain, Susanne Liechtenecker, Gilda Polagnoli, Gudrun Schweighofer, Doris Christina Steiner, Stephanie Urbanski und Johanna Waldmann – die neun jungen Damen haben eines gemeinsam: Sie arbeiten in der Digital-Branche und haben sich immer wieder gefragt, wie es kommt, dass Frauen in diesem Bereich so zurückhaltend sind: „Wenn es darum geht, Panels oder Veranstaltungen zu organisieren, wollen Frauen selten ans Rednerpult. Sie meinen sie könnten nicht, wüssten nicht und lassen männlichen Kollegen den Vortritt“, erklärt Doris Christina Steiner. Ein anderes typisches Erlebnis der PR-Beraterin: „Drei gleichrangige Kollegen sitzen bei einer Besprechung zusammen und trinken Kaffe, am Ende ist es meistens die Frau, die den Tisch abräumt – ganz automatisch und ohne darüber zu diskutieren. Diese langgelernten Verhaltensmuster, Rollenbilder und Klischees müssen wir ablegen.“ Schließlich hätten Frauen vieles zu bieten: „Wir sind gut ausgebildet, eloquent, machen unseren Job super - im Grunde stehen wir uns nur selbst im Weg.“ Um das zu ändern, die Chancen von Frauen zu fördern, Ihr Selbstbewusstsein zu steigern und den Weg, den die Generation vor uns geebnet hat weiterzugehen, haben sich die neun jungen Frauen dazu entschlossen, ein neues Netzwerk zu grünen. Digitalista ist das Ergebnis.

Auch Männer sind willkommen

© Digitalista/Teresa HammerlDas Ziel des Netzwerks ist es, eine Plattform für Networking zu schaffen, Partnerschaften aufzubauen, sich gegenseitig zu unterstützen und auszutauschen. „Wir wollen kein Suderantenverein sein, sondern unseren Mitgliedern zeigen, dass sie sich ruhig trauen können aufzuzeigen und Ich zu schreien, wenn es darum geht Vorträge zu halten oder Führungspositionen zu übernehmen“, meint Steiner. Grundsätzlich ist die Digital-Branche in Österreich schon recht gut mit Frauen besetzt. Auch die Toleranz, gerade von Seiten der jungen Kollegen, ist da. Aber gerade in der Führungsebene dominieren immer noch die Männer. Thema Männer: Auch wenn Digitalista sich primär an Frauen richtet, Männer sind herzlich willkommen. „Wir wollen auf ein Miteinander anstatt ein Gegeneinander setzen“, so Doris Christina Steiner. Willkommen sind auch alle, die noch nicht in der Branche tätig sind, sich aber dafür interessieren und im Digital-Bereich Fuß fassen wollen. Die Anmeldung ist einfach und erfolgt - wie man es von einem Netzwerk für Frauen in der Digital-Branche erwartet - online, genau so wie das Bezahlen des Mitgliedsbeitrages, der sich im ersten Jahr auf 27 Euro beläuft. Dafür erhält man den Newsletter mit Neuigkeiten, Interessantem und Job-Angeboten aus der Branche, wird zu den regelmäßig stattfindenden Events mit Impulsvorträgen und anschließendem Networking eingeladen und profitiert von Kooperationspartnerschaften. In Zukunft sind auch Seminare und Workshops geplant.

Guter Start

„Es scheint so, als hätten wir den Puls der Zeit getroffen“, sagt Doris Christina Steiner, „das Feedback ist sehr gut und die Mitgliederzahl steigt und steigt.“ Ursprüngliches Ziel war es, bis Ende des Jahres 100 Mitglieder zu haben. Nachdem sich in der ersten Woche aber schon mehr als 30 angemeldet haben, dürfte das kein Problem sein.

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