Wachtherapie Wirkung

Wachtherapie bei Depression

Wer bereits an einer Depression gelitten hat, kennt die zahlreichen Begleiterscheinungen, unter anderem die anstrengenden Schlafstörungen. Mit der Wachtherapie – auch Schlafentzug genannt - wirkt man dem entgegen.

Häufig wird bei stationärer Depressionsbehandlung in Kliniken die so genannte Wachtherapie angewandt. Dabei geht es schlicht darum, nicht zu schlafen. Das Interessante an der Therapie ist, dass sich durch den mangelnden Schlaf die Stimmung am Folgetag bessert und auch Schlafstörungen geheilt werden können.

Wachtherapie: Anleitung

Prinzipiell gibt es zwei Systeme: den teilweisen (partiellen) und den vollständigen Schlafentzug. Beim ersten wird nur in der zweiten Nachthälfte nicht geschlafen. Der Wachtherapie therapeutisch angehängt, wird oft eine Schlafphasenvorverlagerung. Auch das zählt zu den Standardbehandlungsmethoden in der stationären Depressionsbehandlung. Einher geht damit oft eine medikamentöse und psychotherapeutische Behandlung, um bei der Wachtherapie die Wirkung zu verstärken. Auch Lichttherapien können zusätzlich durchgeführt werden.

Beachten Sie, dass Wachtherapien zuallererst mit den behandelnden Ärztinnen und Therapeuten durchgeführt werden müssen. Erst nach sorgfältiger Absprache kann eine Wachtherapie alleine zu Hause vollzogen werden.

Schlafphasenvorverlagerung

Der Nachteil an der Wachtherapie ist, dass die positive Wirkung meist nur bis zum übernächsten Tag anhält. Da man nicht jeden Tag auf Schlaf verzichten kann, kann eine Verlagerung der Schlafphasen helfen. Das funktioniert nach folgender Anleitung:

Nach ein bis zwei normalen Nächten findet ein Schlafentzug statt. Am Folgetag legt sich der Patient um 16:00 Uhr schlafen und wird um Mitternacht wieder geweckt. An den weiteren Tagen schläft der Patient dann immer eine Stunde später, bis schließlich die normale Einschlafzeit wieder erreicht wird.

Schlaftherapie: Wirkung

Der Entzug des Schlafes wirkt ausgleichend auf das Gleichgewicht der Neurotransmitter im Gehirn und ist bei Depressionen, die tageszeitabhängig unterschiedlich stark auftreten, am effektivsten. Vor allem beim „Abendhoch“, wenn es der Depressiven am Abend besser geht als am Tag, hat eine Wachtherapie häufig Erfolg.

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