Multitasking Fähigkeit

Macht Multitasking dumm?

Medien-Multitasking, also das Nutzen von Fernseher, Handy und Laptop zugleich, soll laut einer aktuellen Studie mit der Menge an grauer Substanz im Gehirn in Verbindung stehen.

Laut Studienleiter Kep Kee Loh an der Singapore’s Duke-NUS Graduate Medical School ist es dennoch noch nicht möglich zu sagen, ob kleinere Hirnregionen zu einer erhöhten Medien-Multitasking-Fähigkeit führen oder umgekehrt. Fest steht jedenfalls, dass die Art, wie wir mit den Medien interagieren unsere Denkweise beeinflusst.

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Weniger Hirnsubstanz - größere Multitasking-Fähigkeit

Für die Untersuchung wurden 75 gesunde Erwachsene rekrutiert, die relativ Computer- und Medien-affin waren. Sie sollten angeben, wie viel Zeit sie mit Medien-Multitasking verbringen und wurden dann mittels Hirn-Scans untersucht. Diejenigen, die berichtet haben, stärker Medien-Multitasking zu betreiben, hatten weniger Hirnsubstanz im Anterioren Cingulären Cortex, die wichtig dafür ist, Emotionen zu steuern.

Eine geringere Masse dieser grauen Hirnsubstanz kann wahrscheinlicher Depressionen, Zwangsstörungen oder Suchterkrankungen begünstigen. Vorgehende Studien zum Thema Medien-Multitasking haben ergeben, dass dies die Fähigkeit Emotionen und Gedanken zu kontrollieren, verringert. Weitere Untersuchungen sind geplant.

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Multitasking-Fähigkeit: Mythos oder nicht?

Ist die Multitasking-Fähigkeit nun ein Mythos oder nicht? Schenkt man der neuen Studie Glauben, so soll weniger graue Substanz im Gehirn parallele Tätigkeiten möglich machen. Dem gegenüber stehen jedoch einige andere Studien, die belegen konnten, dass Multitasking gar nicht möglich ist – zumindest die Effizienz wird um ein Vielfaches verringert. Das Erledigen mehrerer Tätigkeiten gleichzeitig führt zu einem erheblichen Konzentrations- und Leistungsverlust – egal wie begabt und intelligent jemand ist.

Macht es dumm?

Die Gedächtnisleistung von hochbegabten Harvardstudenten fiel beispielsweise bei Multitasking-Aufgaben auf den Stand von Achtjährigen ab. Einige Forscher gehen sogar so weit mit der Annahme, Multitasking senke den IQ. Fest steht: Produktiver, intelligenter oder leistungsfähiger macht es nicht.

Effizienz steigern

Wer effizienter sein und vor allem im Job mehr leisten möchte, sollte sich jedenfalls auf eine Sache konzentrieren und mehrere Aufgaben nacheinander lösen. Statt Multitasking wäre „Task Switching“, also das Wechseln von einer Tätigkeit zur anderen, wohl adäquater. Wenn Ihre To-Do-Liste länger ist, sollten Sie sich bewusst Ziele setzen, eine gewisse Routine etablieren und Ablenkung vermeiden. Machen Sie zudem regelmäßige Pausen zwischen den Aufgaben, um sie bestmöglich erledigen zu können.

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