-
© Rudchenko Liliia/shutterstock.com
Wenn Angst krank macht
Ängste gehören zum Leben dazu, sie sind wichtig und notwendig. Doch leidet ein Mensch unter andauernden und unrealistischen Ängsten und Sorgen, sprechen Mediziner von einer mentalen Störung namens Generalisierte Angststörung (GAS).
Von Günter Stummvoll
Mi, 19/10/2011 - 11:44
"Angst“ beschreibt allgemein einen Zustand von Unbehagen oder Besorgnis im Hinblick auf die Zukunft. Jeder verspürt irgendwann „Angst“ in seinem Leben. Wer an GAS leidet, hat diesen Zustand aber quasi ununterbrochen. Man hat Angst um die Gesundheit, die Finanzen, die Familie, die Arbeit. Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schlafstörung und Muskelverspannungen sind tägliche Begleiter.
In den USA beispielsweise sind rund 7 Millionen Menschen betroffen, zwei Drittel davon Frauen. Fest steht: Prinzipiell kann jeder an GAS leiden, unabhängig vom Alter, Status , Bildung oder kultureller Zugehörigkeit. Leider sind viele Betroffene auch Kinder. Die gute Nachricht: GAS kann sowohl psychotherapeutisch als auch medikamentös (bzw. in Kombination) gut behandelt werden.
Die vielen Gesichter der Angst
Neben GAS gibt es noch eine Menge anderer Störungen, die mit Angst zu tun haben (Gruppe der Angststörungen), darunter etwa:
Panikstörung. Betroffene empfinden spontane terrorartige Panikattacken, begleitet von Herzrasen, Schweißausbrüchen, Angst, die Kontrolle zu verlieren und der Angst vor dem ungewissen, unbeeinflussbaren Schicksal des Lebens.
Zwangsstörung. Bekannt ist hier vor allem der Reinlichkeitszwang (Waschzwang). Die an Zwangsstörung Erkrankten müssen immer und immer wieder das gleiche Ritual durchführen, um die Angstzustände zu besänftigen.
Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Diese Störung kann von schrecklichen (traumatischen) Erlebnissen ausgelöst werden, bei denen der Betroffene physischen Schaden oder die Bedrohung von physischem Schaden (Krieg, Vergewaltigung, Kidnapping) erfahren hat.
Soziale Angststörungen (Soziale Phobien). Zentrales Merkmal dieser Phobien sind Ängste, in sozialen Situationen im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen oder sich öffentlich peinlich zu verhalten. Die Betroffenen meiden soziale Zusammenkünfte, haben Angst vor Ablehnung und stehen unter enormem Erwartungsdruck.








