Die richtige Zahnpasta

Von Günter Stummvoll
Mo, 05/12/2011 - 11:58

Die Werbung am Zahnpastamarkt hat sich stark geändert. Vor einigen Jahren noch wurde mit frischem Atem oder angenehmen Gefühl geworben. Heute entstehen „weißere Zähne in einer Woche“, „ Zahnstein und Parodontose“ und andere Zahnprobleme werden mit den Wundercremen angeblich in kürzester Zeit behandelt.
Ob alle diese „Funktionen“ tatsächlich wirken,; darüber scheiden sich die Geister. Manche Zahnärzte sind der Meinung, dass eine gewöhnliche Zahnpasta mit Fluorid reicht, so lange man sich die Zähne regelmäßig putzt (mindestens zweimal täglich) und Zahnseide benutzt. Hier die wichtigsten Wirkstoffe einer Zahnpasta:

Fluorid

Zahnärzte empfehlen nicht nur Kindern und Jugendlichen eine Zahnpasta mit Fluorid zu verwenden. Dieser Inhaltsstoff härtet den Zahnschmelz und ist für den allgemeinen Rückgang von Karies verantwortlich. Fluorid ist immer nur in sehr geringen Anteilen in der Zahncreme enthalten (0,1 bis 0,6 Prozent).

ZahnsteinprophylaxeZahnbürste mit Zahnpasta

Zahnbelag, der nicht entfernt wird, entwickelt sich zu Zahnstein. Diese gelblich bis braune Schicht kann nur von Mundhygienikern professionell entfernt werden. Gewisse Zahncremen enthalten Pyrophosphat, das der Bildung von Zahnstein entgegenwirkt. Auch Zinksalze haben einen ähnlichen Effekt. Pyrophosphat kann allerdings bereits verhärteten Zahnstein nicht entfernen.

Sensible Zähne

Viele Erwachsene haben wegen zurückgebildetem oder fehlendem Zahnfleisch freiliegende Zahnhälse – was ab dem 35. Lebensjahr nicht ungewöhnlich ist. Das kommt meistens davon, dass die Zähne zu fest geputzt werden, bzw. dass der Druck mit der Zahnbürste auf das Zahnfleisch zu intensiv ist.

Dadurch können die Zähne empfindlich gegenüber Kälte und Berührung werden. Manche Pasten enthalten Kaliumnitrat oder Strontiumchlorid, die der Schmerzempfindung entgegenwirken. Diese Zahnpasten sind meist als „für sensible Zähne“ gekennzeichnet.

Weißmacher

Zahnpasten können oberflächliche Verfärbungen, die durch Kaffee oder Tabakkonsum entstanden sind, aufhellen. Dadurch kann der Zahn schon ein bisschen heller aussehen; an professionelles Bleaching beim Zahnarzt kommt die Creme allerdings nicht heran.

Viele Weißmacher-Zahnpasten sind stark abrasiv, reiben also die Oberfläche des Zahnes weg. Sie sollten aber nicht auf Dauer verwendet werden, da sie die Zahnsubstanz vermindern. Zahnärzte empfehlen, Weißmacher mit normalen Zahnpasten abzuwechseln.

Triclosan

Dieser Wirkstoff ist antibakteriell und reduziert Zahnfleischentzündungen und kann deren Neuentstehung vorbeugen.