Schlafapnoe erkennen und behandeln

Von Günter Stummvoll
Mo, 05/12/2011 - 17:28

Schlafapnoe ist mehr als nur lautes Schnarchen. Die betroffenen Personen hören während des Schlafes kurzfristig zu atmen auf. Die häufigste Form ist das „obstruktive Schlafapnoe-Syndrom“ (OSAS). Dabei entspannen sich die oberen Atemwege so sehr, dass die Luftröhre zusammenfällt oder die Zunge diese zudeckt. Dadurch kommt keine Frischluft in den Körper und der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt. Als Alarmsignal kommt es zu einer Weckreaktion. An diese können sich die meisten jedoch nicht erinnern, leiden dann aber unter Tagesmüdigkeit, da der Schlaf nur unruhig fortgesetzt wird. Beim Zusammenfallen der oberen Atemwege entsteht fast immer ein kräftiges Schnarchen.

Kreislauf

Der Kreislauf Atmen – Stillstand – Schnarchen kann sich während einer Stunde öfters wiederholen. Das Schnarchen im Schlaf wird so zur Routine, sodass vielen Menschen ihren spasmischenr Atem nicht wahrnehmen. Manchmal jedoch fällt einem eine ruhelose Nacht bzw. plötzliches Aufwachen wieder auf. Die Atemunterbrechungen dauern in der Regel von weniger als 10 Sekunden bis zu (extremen) 40 Sekunden. Manche haben nur ein paar dieser Unterbrechungen pro Nacht, in Schlaflabors wurden aber bereits Betroffene mit 144 Atemaussetzern beobachtet.

Wer leidet am meisten?

Wenn man alleine schläft, merkt man meistens nicht, dass man an Schlafapnoe hat leidet – außer die Symptome treten in verstärkter Form auf. Wenn sich jemand beschwert, das Schnarchen höre sich schon an wie ein Presslufthammer, kann das ein Indiz auf Apnoe sein. Mehr als die Hälfte der heftigen Schnarcher leidet tatsächlich daran. Doch nNicht alle, die schnarchen, haben automatisch Schlafapnoe.

Symptome

Die Symptome sind manchmal sehr vage und mehrdeutig: Tagesmüdigkeit, obwohl der Schlaf in der Nacht ausreichend war, ist ein Anzeichen. Auch plötzliche Müdigkeit oder Sekundenschlafattacken können auf Schlafapnoe hindeuten. Häufig wird berichtet, beim Aufwachen unter Kopfschmerzen zu leiden (man fühlt sich „wie gerädert“). Ebenso können Depressionen, Impotenz, verringertes sexuelles Verlangen und Gedächtnisstörungen. Hinweise auf Schlafapnoe sein.

Betroffene

Schlafapnoe kommt meistens im mittleren Alter vor und betrifft Männer häufiger als Frauen. Ein deutlicher Zusammenhang besteht mit Körperfett. 60 Prozent der Betroffenen sind übergewichtig. Dabei ist besonders der Halsumfang von Bedeutung:. Männer mit einem Umfang von 43 cm (Frauen mit 40 cm) sind eher gefährdet, dass die Luftröhre abgeschnürt wird. Auch ein Doppelkinn wirkt sich negativ aus.