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Der Partner schnarcht

Schlafapnoe erkennen und behandeln

Sie schlafen ruhig neben Ihrem Partner - plötzlich setzt sein Atem aus. Dann, plötzlich ein lauter Schnarcher und/oder tiefes Grunzen. Schlafapnoe regiert das Schlafzimmer. Sie ist nicht bloß lautes Schnarchen, sondern gehört medizinisch behandelt.

Schlafapnoe ist mehr als nur lautes Schnarchen. Die betroffenen Personen hören während des Schlafes kurzfristig zu atmen auf. Die häufigste Form ist das „obstruktive Schlafapnoe-Syndrom“ (OSAS). Dabei entspannen sich die oberen Atemwege so sehr, dass die Luftröhre zusammenfällt oder die Zunge diese zudeckt. Dadurch kommt keine Frischluft in den Körper und der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt. Als Alarmsignal kommt es zu einer Weckreaktion. An diese können sich die meisten jedoch nicht erinnern, leiden dann aber unter Tagesmüdigkeit, da der Schlaf nur unruhig fortgesetzt wird. Beim Zusammenfallen der oberen Atemwege entsteht fast immer ein kräftiges Schnarchen.

Kreislauf

Der Kreislauf Atmen – Stillstand – Schnarchen kann sich während einer Stunde öfters wiederholen. Das Schnarchen im Schlaf wird so zur Routine, sodass vielen Menschen ihren spasmischenr Atem nicht wahrnehmen. Manchmal jedoch fällt einem eine ruhelose Nacht bzw. plötzliches Aufwachen wieder auf. Die Atemunterbrechungen dauern in der Regel von weniger als 10 Sekunden bis zu (extremen) 40 Sekunden. Manche haben nur ein paar dieser Unterbrechungen pro Nacht, in Schlaflabors wurden aber bereits Betroffene mit 144 Atemaussetzern beobachtet.

Wer leidet am meisten?

Wenn man alleine schläft, merkt man meistens nicht, dass man an Schlafapnoe hat leidet – außer die Symptome treten in verstärkter Form auf. Wenn sich jemand beschwert, das Schnarchen höre sich schon an wie ein Presslufthammer, kann das ein Indiz auf Apnoe sein. Mehr als die Hälfte der heftigen Schnarcher leidet tatsächlich daran. Doch nNicht alle, die schnarchen, haben automatisch Schlafapnoe.

Symptome

Die Symptome sind manchmal sehr vage und mehrdeutig: Tagesmüdigkeit, obwohl der Schlaf in der Nacht ausreichend war, ist ein Anzeichen. Auch plötzliche Müdigkeit oder Sekundenschlafattacken können auf Schlafapnoe hindeuten. Häufig wird berichtet, beim Aufwachen unter Kopfschmerzen zu leiden (man fühlt sich „wie gerädert“). Ebenso können Depressionen, Impotenz, verringertes sexuelles Verlangen und Gedächtnisstörungen. Hinweise auf Schlafapnoe sein.

Betroffene

Schlafapnoe kommt meistens im mittleren Alter vor und betrifft Männer häufiger als Frauen. Ein deutlicher Zusammenhang besteht mit Körperfett. 60 Prozent der Betroffenen sind übergewichtig. Dabei ist besonders der Halsumfang von Bedeutung:. Männer mit einem Umfang von 43 cm (Frauen mit 40 cm) sind eher gefährdet, dass die Luftröhre abgeschnürt wird. Auch ein Doppelkinn wirkt sich negativ aus.

Ursachen & Folgen

Für Schlafapnoe gibt es keine eindeutige Ursache. Meistens spielen Übergewicht, übergroße anatomische Ausprägungen im Hals, ein dicker Nacken und der Kieferbau gemeinsam eine Rolle. Es ist auch möglich, genetisch vorbelastet zu sein.
Die Folgen von Schlafapnoe sind nicht angenehm: Die Sauerstoffunterversorgung lässt den Körper während der Nacht Adrenalin ausschütten, was sich in hohem Blutdruck abzeichnen kann. Im schlimmsten Fall erhöht Schlafapnoe das Risiko auf Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herzrhythmusstörungen.Frau trägt Atemmaske im Schlaf

Effektive Behandlung

Schlafapnoe ist erst seit 1965 offiziell als Krankheit definiert. Falls sie denken, dass Sie oder Ihr Partner wirklich an Apnoe leiden, sprechen  Sie Ihre Ärztin direkt darauf an. Sie wird Sie dann vermutlich an eine HNO-Fachärztin oder eine Lungenfachärztin überweisen. Schlafapnoe kann nur sicher festgestellt werden, wenn die Betroffenen eine Nacht in einem Schlaflabor überwacht werden. Doch vorbeugend können auch Sie selbst etwas tun:
Zur Linderung des Schnarchens sollten Sie Alkohol am Abend vermeiden. Auch Rauchen fördert das Schnarchen. Im Extremfall können CPAP-Masken (Continous Positive Airway Pressure) eingesetzt werden. Diese „pneumatische Schienung“ erzeugt einen leichten Überdruck in den Atemwegen und kann so nicht nur Apnoe entgegenwirken, sondern sogar das Schnarchen verringern.

Fragebogen: Leiden Sie an Schlafapnoe?

Beantworten Sie jede Frage nach folgendem Punktsystem:

1 – niemals

2 – sehr selten

3 – gelegentlich

4 – häufig

5 – sehr oft bzw. immer

 

Frage 1
Stört Ihr Schnarchen Ihren Bettpartner?

Frage 2
Schnarchen Sie in allen Schlafpositionen?

Frage 3
Hat Ihnen jemand erzählt, dass sie den Atem zwischen den Schnarchern unterbrechen?

Frage 4
Weckt Sie Ihr Schnarchen plötzlich auf?

Frage 5
Sind Sie müde, wenn der Wecker in der Früh läutet?

Frage 6
Ist es schwierig, aus den Federn zu kommen?

Frage 7
Sind Sie müde während des Tages?

Frage 8
Schlafen Sie im Kino oder vor dem Fernseher ein?

Frage 9
Hatten Sie jemals einen Unfall, weil Sie plötzlich eingeschlafen sind?

 

Ergebnis: Haben Sie die meisten Fragen mit 4 oder 5 beantwortet?
Dann könnten Sie an Schlafapnoe leiden. Konsultieren Sie am besten eine Ärztin.

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