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Ärztin impft Frau.

Impfungen für Erwachsene

Impfungen sind nicht nur für Kinder. Auch Erwachsene – egal ob Eltern oder nicht – sollten sich verschiedene grundwichtige Impfungen geben lassen, um sich und andere zu schützen.

Dass sich nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene impfen lassen sollten, empfiehlt der Österreichische Impfplan. Was durchaus Sinn macht, denn immer noch sterben jährlich Tausende Menschen an Krankheiten, die durch eine einfache Injektion leicht vermieden werden können.

Masern – Mumps – Röteln

Jedes Jahr sterben weltweit 200.000 Menschen an Masern. Im Falle einer Schwangerschaft können alle drei Virenerkrankungen zu Fehlgeburten oder Geburtsschäden führen.

Impfung sinnvoll, wenn Sie:

  • nach 1957 geboren und niemals immunisiert wurden
  • viel reisen
  • im Gesundheitssektor arbeiten
  • eine Frau im gebärfähigen Alter sind
  • studieren

Verzichten Sie (oder konsultieren Sie dazu extra Ihre Ärztin), wenn Sie:

  • schwanger sind
  • versuchen schwanger zu werden
  • vor 1957 geboren sind und dem Virus bereits ausgesetzt waren (ein Bluttest kann dies beweisen)
  • ein geschwächtes Immunsystem aufgrund einer HIV/Aids- oder Krebserkrankung haben
  • immun gegen Masern, Mumps und Röteln sind (Bluttest)
  • gegen Gelatine oder den Wirkstoff Neomycin allergisch sind

Grippe

An die 40.000 Menschen fallen der Grippe weltweit jedes Jahr zum Opfer. Kleinkinder können bereits ab dem Alter von sechs Monaten geimpft werden. Die Todesrate in Österreich liegt bei etwa 1000 Fällen pro Jahr.

Impfung sinnvoll, wenn Sie:

  • unter erhöhtem Risiko stehen, an Influenza zu erkranken. Der Österreichische Impfplan empfiehlt jedoch generell die jährliche Impfung, da der Virus eine hohe Mutationsrate aufweist.

Verzichten Sie (oder konsultieren Sie dazu extra Ihre Ärztin), wenn Sie:

  • schwere Allergien gegen Hühnereier haben
  • schwanger sind
  • gerade eine fieberhafte Erkrankung durchmachen
  • das Guillain-Barré Syndrom hatten – eine Krankheit, die das Nervensystem angreift

Diphterie/Tetanus/Pertussis/Poliomyelitis

Diphterie kommt immer noch endemisch in manchem Gebieten der Erde vor. Zuletzt gab es in den 1990er Jahren einen großen Ausbruch in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Deshalb kann Diphterie jederzeit nach Österreich importiert werden. Die Zahl der an Pertussis (Keuchhusten) erkrankten, nimmt in letzter Zeit wieder zu. Vor allem Säuglinge werden von Erwachsenen angesteckt. Der letzte Fall von Kinderlähmung (Poliomyelitis) hierzulande liegt zwar schon über 30 Jahre zurück, trotzdem ist eine weitere Impfung erforderlich, da die Krankheit noch in einigen Ländern der Welt (Afghanistan, Indien, Pakistan und Nigeria) exisitiert. Tetanus hingegen kommt noch so gut wie überall vor. Durch das Impfsystem wurde die Zahl der Fälle zwar drastisch reduziert (zwei bis zehn Fälle in Österreich in den letzten fünf Jahren), trotzdem bleibt der Erreger aktiv.

Impfung ist sinnvoll, wenn Sie:

  • prinzipiell immer, es gibt jedoch unterschiedliche Auffrischungs-Immunisierungen

Verzichten Sie (oder konsultieren Sie dazu extra Ihre Ärztin), wenn Sie:

  • vor der 20. Woche der Schwangerschaft sind
  • an Epilepsie leiden bzw. das Guillain-Barré Syndrom haben oder bei schweren anaphylaktischen Reaktionen auf vorangegangene Impfungen

Herpes Zoster

Sobald man sich einmal mit dem Varizella-Zoster-Virus infiziert hat, bleibt er lebenslang im Körper. Der Erreger, der in der Kindheit oft Windpocken (Feuchtblattern) auslöst, reaktiviert sich dann erst Jahrzehnte später und die so genannte Gürtelrose bricht aus. Dieses sehr schmerzhafte Krankheitsbild betrifft ungefähr 15 Prozent der Bevölkerung, wobei die Häufigkeit mit dem Alter zunimmt.

Impfung sinnvoll, wenn Sie:

  • über 60 Jahre alt sind
  • als Kind Windpocken hatten

Verzichten Sie, wenn sie:

  • allergisch gegen Gelatine oder den Wirkstoff Neomycin sind
  • ein stark geschwächtes Immunsystem haben

Pneumokokken

Bei älteren Menschen verursachen Pneumokokken-Infektionen schwerwiegende Atemwegserkrankungen. Das Österreichische Impfgremium zeigt auf, dass die Anzahl der Pneumokokken-Impfungen noch viel zu gering ist. Oft infizieren sich vor allem Senioren.

Impfung sinnvoll, wenn Sie:

  • über 65 Jahre alt sind
  • eine ernst zu nehmende Erkrankung wie Nierenunterfunktion, Leukämie, bösartige Lymphome, Krebs oder HIV/Aids haben
  • rauchen
  • die Milz beschädigt oder entfernt wurde

Verzichten Sie darauf, wenn Sie:

  • unter 64 und bei bester Gesundheit sind.

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