Gut zu Fuß
Sie sind ein echtes Wunderwerk der Natur: aus rund 50 Knochen zusammengesetzt – das ist ein Viertel der Gesamtknochenzahl – tragen sie uns etwa 1600 Kilometer im Jahr: unsere Füße. Da ist es kein Wunder, wenn sie manchmal schmerzen. Doch es muss nicht sein. Wissenswertes über die Ursachen und Tipps zur Abhilfe.
Von Doris Oberleiter
Do, 17/11/2011 - 16:19
© suravid Tragende Aufgabe
Sie leisten viel, werden aber nicht immer dementsprechend belohnt. Beine hochlegen am Abend oder eine Pediküre sind oft schon das höchste der Gefühle für die geschundenen Füße. Glaubt man Experten, sollten wir viel mehr für sie tun, schließlich sind die Füße jenes Körperteil, das nach dem Herzen am härtesten arbeitet. Die tragende Aufgabe, die Füße erfüllen, ist oft mit Schmerzen verbunden. Wir stellen die häufigsten Fuß-Beschwerden vor und zeigen, was Abhilfe schafft.
© Piotr Marcinski Fußkrämpfe
Die ungewollten Muskelanspannungen sind meistens mit großen Schmerzen verbunden. Ursachen können neben Magnesium- und Kaliummangel auch Dehydrierung und untrainierte Muskeln sein. Gerade die vielen kleinen Muskeln in den Füßen, die nicht gezielt beansprucht werden, sind anfällig für Krämpfe.
Viel Trinken und Muskeltraining sind bereits gute Möglichkeiten, Krämpfe zu vermeiden. Ein Mini-Training für Fuß-Muskeln: auf einen Stuhl setzen, ein Handtuch auf den Boden legen und es mit den Zehen hochheben. Das Ganze mit dem anderen Fuß nachmachen und ein paar Mal wiederholen.
© Karuka Fersensporn
Ein Fersensporn kann in Folge von Überbeanspruchung oder kleinen Gewebsverletzungen im Bereich des Sehnenansatzes am Fersenbein entstehen. Dabei lagert sich Knochenmaterial am Sehnenansatz ab, das sich entzündet und dann die Schmerzen auslöst. Ohne Behandlung führen die Entzündungen wieder zu einer Verstärkung der Verknöcherung und somit zu einer permanenten Verschlechterung. Einlagen, Krankengymnastik, Entzündungshemmende Medikamente und viel Ruhe sind die häufigsten Behandlungsmethoden. Auch Dehnen kann helfen: Dazu den betroffenen Fuß über das andere Knie legen, die Zehen mit einer Hand nach hinten biegen und mit der anderen Hand die Ferse massieren.
© Anneka Warzen
Die Ursache für Warzen sind virale Infektionen. Vom Zeitpunkt der Ansteckung bis zur Bildung der Warzen können Wochen bis Monate vergehen. Warzen sollten auf keinen Fall aufgekratzt werden, weil sie sich dadurch nur noch stärker ausbreiten. Spezielle Warzen-Pflaster können Linderung schaffen. Viele schwören auch auf das Hausmittel Knoblauch. Wenn die Warzen mit solchen Mitteln nicht wegzukriegen sind, kann man sie beim Arzt vereisen oder auch chirurgisch entfernen lassen.
© hellyagami-photoar Knochenbrüche und -risse
Kleine, feine Risse in den empfindlichen Fußknochen führen zu Schwellungen und starken Schmerzen. Besonders häufig passiert das Sportlern, die Intensität und Frequenz des Trainings plötzlich verändern. Wenn es passiert ist oder der Knochen sogar ganz ab ist, hilft nur abwarten und Geduld haben. Die Heilung kann einige Zeit in Anspruch nehmen, auch wenn Verband oder Gips ab ist, kann man nicht sofort zurück in die Laufschuhe. Schwimmen oder Spazierengehen sind gute Alternativen für den Anfang.
© Sebastian Kaulitzki Achillessehnen-Entzündung
Stechende Schmerzen oberhalb der Ferse, egal ob beim Stehen oder Gehen, sind oft Anzeichen einer Achillessehnenentzündung. In milden Fällen treten die Schmerzen oft nur nach dem Sport auf. Wird eine Achillessehnenentzündung festgestellt, sollte man für einige Zeit einen Gang zurückschalten. Auch Schuhe mit Absätzen sind dann erst mal tabu. Dehnen kann auch hier helfen: die Zehenspitzen auf eine Stufe stellen und die Ferse nach unten drücken, zehn Sekunden halten.






