Schlafen in Rückenlage

Schlafen in Rückenlage kann Kopf verformen!

Eltern wird in Babykursen häufig beigebracht, dass das Schlafen in Rückenlage einen plötzlichen Kindstod verhindern kann.

Bei dieser Schafposition kann jedoch das Köpfchen bei Neugeborenen verformt werden, was nicht alle bedenken, wie unlängst beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie bekannt gegeben wurde. Neben rein kosmetischen Folgen, kann dies zu schmerzhaften Belastungen der Halswirbelsäule oder des Kiefers führen. Um diesem Problem präventiv entgegenzuwirken, raten Chirurgen, das Köpfchen auf ein Lagerungskissen zu legen, damit die hintere Partie des Köpfchens frei liegt. Sobald Eltern eine Verformung bemerken, sollten sie so rasch wie möglich einen Spezialisten aufsuchen. Schätzungen zufolge kann jedes 200. Kind von einer Deformation betroffen sein. Lesen Sie unsere Tipps für Eltern.

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Kopf hoch!

Bei Neugeborenen ist der Kopf bei Schlafposition in Rückenlage leicht verformbar und kann gegen die Unterlage beim Schlafen abflachen. Bei dem empfohlenen Lagerungskissen handelt es sich um eine Art „Lochkissen“, in dem der Hinterkopf frei liegt. Der Polster ist für jeden leistbar und kostet zwischen 30 und 50 Euro. Auf Amazon können Sie zum Beispiel noch billiger Varianten erwerben.

Tipps von Experten

  • Experten raten Eltern auch, aus unterschiedlichen Richtungen mit dem Nachwuchs zu sprechen, um eine einseitige Kopfhaltung zu vermeiden. Es ist sehr wichtig die Schlafposition bei Babys zu kontrollieren.
  • Tagsüber sollten Sie Ihr Baby auf den Bauch oder die Seite legen. Schlafen in Rückenlage verformt Babykopf.
  • Sobald Eltern eine Verformung bemerken, sollten Sie einen Spezialisten aufsuchen. Ist der Hinterkopf abgeflacht, sollte frühzeitig eine Therapie begonnen werden, die über mehrere Monate dauert. Leichte Verformungen können im ersten Lebensjahr durch manuelle Therapien gut ausgemerzt werden.
  • Stärkere Deformationen, die durch das Schlafen in Rückenlage entstehen, werden mit einer Helmtherapie korrigiert – der Helm wird dauerhaft getragen, damit der Schädel richtig wachsen kann. Diese Therapie sollte in den ersten sechs Monaten allerdings begonnen werden, da im ersten Lebensjahr der Kopf sehr schnell wächst. Die Helmbehandlung dauert im Durchschnitt drei bis sechs Monate und liefert sehr gute Ergebnisse. Manche Krankenkassen übernehmen die Kosten, andere zahlen anteilsmäßig.

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