Abtreibungspille

Abtreibung per Pille

Schwangerschaften können bis zum Ende des dritten Monats legal abgebrochen werden. Dazu kommen in Österreich mehrere Methoden in Frage. Neben zwei operativen gibt es auch eine medikamentöse.

Schwangerschaften sind nicht immer gewollt. Auch wenn man aufpasst und ausreichend verhütet, kann es zu einer Befruchtung kommen. Bis zum Ende des dritten Monats gibt es verschiedene Abtreibungsmethoden, legal und anonym. Neben der Saugcurettage und der nur noch selten durchgeführten Curettage mittels örtlicher Betäubung, Sedativum oder Vollnarkose, kann der Eingriff auch mit einer Medikamentenkombination durchgeführt werden.

Die medikamentöse Methode kann bis zum Ende der neunten Woche durchgeführt werden, weshalb sie auch Frühabtreibung genannt wird. Dabei wird zuerst ein Medikament genommen, das die schwangerschaftserhaltenden Hormone unterbindet. So kann mittels des Medikaments „Mifegyne“ (die Abtreibungspille) ein künstlicher Abortus (Fehlgeburt) eingeleitet werden. Ein bis zwei Tage später wird ein weiteres Medikament verabreicht, das den Wirkstoff Prostaglandin enthält. Dadurch zieht sich die Gebärmuttermuskulatur zusammen und löste eine Blutung aus, mit der das Schwangerschaftsgewebe ausgestoßen wird.

Große Wirkungsrate

Elke Graf, Geschäftsführerin bei pro:woman, erklärt: „Die medikamentöse Abtreibung ist sehr sicher. Wir erzielen dabei einen Wirkungsgrad von 97 Prozent, das ist höher als bei vielen andere Medikamenten. Bei den restlichen drei Prozent der Frauen passiert einfach gar nichts. Die sprechen nicht darauf an.“ An sich sei die Anwendung wenig gefährlich – Wirkung und Nebenwirkung der Abtreibungspille sind so eingeschränkt, dass schnell wieder alles vorbei ist. „Es wird künstlich in den Hormonhaushalt eingegriffen. Aber nur für 48 Stunden.“

Gefahr?

Schwangerschaftsabbrüche können ohne Schaden mehrmahls durchgeführt werden. Graf erzählt von einer Frau in London, deren Anamnese (Krankengeschichte) 27 Abbrüche aufwies. „Wenn man weiß, wie es funktioniert und richtig durchführt, ist das eine mechanische Behandlung, die keine Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit hat“, erzählt sie. Eine Frau könne schon kurze Zeit nach einem Abbruch wieder schwanger werden.

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