Parfum | Die Geschichte

Die Geschichte des Parfums

Das Parfum blickt auf eine lange Vergangenheit zurück. Bereits im alten Ägypten war die Handwerkstradition, kostbare Duftstoffe wie Anis, Rosmarin, Thymian und Zitrone zu einem Parfum zu verarbeiten, weit entwickelt. Ein Blick auf die Geschichte des Parfums.

Parfum | Die GeschichteDie Parfum Geschichte beginnt in den Hochkulturen Ägyptens, Mesopotamiens und Indiens beinahe zeitgleich. Üppige Düfte, Salben und Räucherharze wurden anfänglich jedoch nicht für den persönlichen Körperkult verwendet, sondern in erster Linie zur Huldigung und Verehrung der vielen Götter. Zu nennen ist hier das berühmte Kyphi: Eine Duftmischung, die von den alten ägyptischen Priestern zur traditionellen Abendräucherung verwendet wurde. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus vielzähligen Ingredienzien wie Weihrauch, Amber, Zimtrinde, Myrrhe, Sandelholz und Rosenblätter, vermischt mit Ölen, Wein und Rosinen. Der Reichtum und die Fülle an Ingredienzien zeigt, welcher Aufwand für die Herstellung und vor allem für den Transport des Kyphi überhaupt nötig war.

Erst im Goldenen Zeitalter der Pharaonin Hatschepsut entwickelte sich allmählich eine Hinwendung zum lebendigen Körper. Düfte wurden nun nicht mehr ausschließlich den Göttern und Toten auf ihre Reise mitgegeben, man nutzte sie ab sofort auch für die Parfumierung des lebendigen Menschen. Salben und Pomaden aus Anis, Rosmarin und Zitrone waren dabei der reichen, ägyptischen Gesellschaftsschicht vorbehalten. Das ärmere Volk musste sich mit einer Mischung aus Rizinusöl, Minze und Thymian zufrieden geben.

Parfum: Die Geschichte

Im asiatischen Raum ist die Parfum Geschichte unwiderruflich mit Indien verbunden. Dort wurden Düfte jedoch zunächst vorwiegend im medizinischen Bereich und zur Körperreinigung eingesetzt. Aber auch das Kamasutra liefert Hinweise darauf, dass für ein erfülltes Liebesleben, aromatische Öle eine wichtige Rolle spielten. Die Voraussetzung hierfür war natürlich eine bereits weit entwickelte Form der Duftherstellung. Wurden anfänglich Pflanzenessenzen ganz einfach nur in Öle und Fette eingelegt, ermöglichte die von den Arabern und Persern entwickelte Kunst der Destillation schon bald eine Parfumherstellung, wie wir sie heute kennen.

In die abendländische Kultur nahmen Dufstoffe, aromatische Salben und Öle erst während der Kreuzzüge in den Orient Einzug. Bis dahin kannte man hauptsächlich Lavendelwasser, dass vorwiegend zur Überdeckung des eigenen Körpergeruchs verwendet wurde. Mit Venedig als neuen, wichtigen Handelsschauplatz, gelangten immer mehr neue Kräuter und Gewürze nach Europa. Das Parfum-Handwerk war nun so weit entwickelt, dass man Destillate von hoher Konzentration herstellen könnte. Ähterische Öle konnte man erstmals im 15. Jahrhundert im Handel erstehen. Die Etablierung der europäischen Parfumindustrie wird letztlich auf Francesco Tombarelli zurückgeführt, der im französischen Grasse ein Laboratorium zur Herstellung von Düften einrichtete. Noch heute ist Grasse die Welthauptstadt für Parfum.

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